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Währung und Bankwesen in Dänemark
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Die Währungseinheit des Landes ist die Dänische Krone zu 100 Øre. Die dänische Nationalbank (gegründet 1818) ist Notenbank und Finanzzentrum des Landes. Ihre Zentrale befindet sich in Kopenhagen. Einige große Geschäftsbanken haben in ganz Dänemark Zweigstellen. Daneben gibt es noch über 90 Sparkassen. Seit den siebziger Jahren ist die Zahl der Banken aufgrund einer ganzen Reihe von Fusionen rückläufig. Vor allem Anfang der neunziger Jahre fanden mehrere Zusammenschlüsse statt.

Spätestens mit Beginn der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) im Januar 1999 gab es in Dänemark eine heftige politische Debatte darum, ob das Land der EWWU beitreten und den Euro als Einheitswährung annehmen solle. In einer Volksabstimmung am 28. September 2000 stimmten rund 53 Prozent der dänischen Bevölkerung gegen den Euro – knapp 47 Prozent waren für eine Abschaffung der Dänischen Krone. Mit diesem Ergebnis wurde auch der Beitritt zur EWWU abgelehnt.

Außenhandel
Mitte der sechziger Jahre verdrängte die Bundesrepublik Deutschland Großbritannien als wichtigsten Handelspartner Dänemarks. Dennoch ist Großbritannien immer noch einer der größten Abnehmer dänischer Produkte. Auch Schweden, Norwegen, Frankreich und die Niederlande sind bedeutende Handelspartner. Die Handelsbilanz ist positiv.

Bis zu Beginn der sechziger Jahre stellten Fleisch- und Milchprodukte den Großteil der Exportgüter dar. Seither stiegen die Exporte von Industriegütern stetig und haben seit 1961 einen größeren Anteil am Gesamtexportvolumen als die landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Im Vordergrund stehen dabei chemische und pharmazeutische Erzeugnisse sowie Fahrzeuge. Die wichtigsten dänischen Importgüter sind Maschinen, Rohmetalle, Metallwaren, Transportausrüstungen, Brenn- und Schmierstoffe sowie verschiedene Konsumgüter.

Fähren und Brücken sind typische Bestandteile des dänischen Verkehrswesens. Die Fähren verbinden Jütland mit den Inseln und fahren auch zwischen Dänemark und Deutschland, Schweden, Großbritannien und Norwegen. Jütland und Fünen sind durch zwei Brücken miteinander verbunden.

Die längste Brücke Dänemarks verbindet Seeland mit Falster. Das dänische Schienennetz hat eine Gesamtlänge von 2 212 Kilometern (2005) und wird zu über 80 Prozent von der Dänischen Staatsbahn betrieben. Die wichtigste Eisenbahnstrecke verläuft auf Jütland in südlicher Richtung nach Hamburg.

Dänemarks Straßennetz umfasst circa 71 847 Kilometer (2003) und ist gut ausgebaut. Die Fluggesellschaft Danish Airlines ist Teil der Scandinavian Airlines System (SAS). Danair bietet lediglich Inlandsflüge an. Der internationale Flughafen liegt in Kastrup nahe Kopenhagen. Im August 1991 unterzeichneten Dänemark und Schweden ein Abkommen über den Bau einer Eisenbahnstrecke und einer Straße über die Meerenge zwischen Kopenhagen und Malmö, die 1997 fertig gestellt wurden.

Dänemark ist ein beliebtes Urlaubsland. 2005 kamen etwa 4,56 Millionen Auslandsgäste in das Land, die meisten davon aus Deutschland und Schweden. Bevorzugte Urlaubsziele sind die Hauptstadt Kopenhagen und die Insel Bornholm.

Fischmarkt in Kopenhagen
Fischmarkt in Kopenhagen. Encarta
Dänemark," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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