Fotografien
Die belgische Bevölkerung
Fotografien Belgien

Belgien hat etwa 10,4 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte ist mit 344 Einwohnern pro Quadratkilometer eine der höchsten Europas. Am dichtesten besiedelt sind die Industriezentren Brüssel, Antwerpen, Lüttich und Gent sowie die Industrieregion zwischen Mons und Charleroi. Die mittlere Lebenserwartung liegt für Männer bei 75,9 und für Frauen bei 82,4 Jahren (2008). Das jährliche Wachstum der Bevölkerung beläuft sich auf rund 0,2 Prozent.

Die Bevölkerung Belgiens setzt sich aus 56 Prozent Niederländisch sprechenden, überwiegend im Norden des Landes (Flandern) lebenden Flamen, 34 Prozent Französisch sprechenden, vor allem im südlichen Belgien (Wallonien) lebenden Wallonen, einer deutschsprachigen Minderheit von einem Prozent östlich von Lüttich und etwa 9 Prozent Zuwanderern zusammen.

Zwischen Flamen, die sich kulturell an den Niederlanden orientieren, und Wallonen, die auf die französische Kultur ausgerichtet sind, kam es immer wieder zu sozialen und politischen Konflikten, die auch in der Gegenwart nicht ausgeräumt sind und die belgische Gesellschaft spalten.

Die Urbanisierungsrate ist sehr hoch; insgesamt leben fast 97 Prozent aller Belgier in Städten (2005). Zu den bedeutendsten Städten Belgiens gehören die Hauptstadt Brüssel mit etwa 1,14 Millionen Einwohnern (2000; einschließlich Vororten), Antwerpen (466 000), Gent (235 000), Charleroi (202 000) und Lüttich (189 000).

Seit 1963 gibt es in Belgien drei Amtssprachen: Niederländisch im Norden (Flandern), Französisch im Süden (Wallonien) und Deutsch entlang der östlichen Landesgrenze.

In der Hauptstadt Brüssel ist sowohl Französisch als auch Niederländisch Amtssprache, die Mehrheit spricht jedoch Französisch. 1971 verschaffte eine Verfassungsänderung diesen drei Sprachgemeinschaften politische Anerkennung und garantierte ihnen kulturelle Autonomie. Eine dreistufige Reform, die in den späten achtziger Jahren begonnen hatte, sollte die finanzielle Autonomie der drei Sprachgemeinden verbessern.

Etwa 90 Prozent der belgischen Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an. Daneben gibt es protestantische Glaubensgemeinschaften und Anhänger des jüdischen Glaubens. Die Religionsfreiheit ist verfassungsrechtlich verankert; die Gehälter der Geistlichen werden zum Teil vom Staat bezahlt.

Die gesetzlichen Feiertage sind Neujahr (1. Januar), Tag der Arbeit (1. Mai), Nationalfeiertag (21. Juli), Mariä Himmelfahrt (15. August), Allerheiligen (1. November), Waffenstillstandstag (11. November), 1. und 2. Weihnachtsfeiertag (25. und 26. Dezember). Daneben sind auch Ostermontag, Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag gesetzliche Feiertage. Gefeiert wird auch der Sint Maartens Dag

Brüssel
Brüssel. Encarta
 (Martinstag), der mit dem Waffenstillstandstag zusammenfällt. Flandern feiert einen eigenen regionalen Feiertag am 11. Juli und Wallonien am 27. September. Volksfeste haben in Belgien einen sehr wichtigen Stellenwert. Eines der bekanntesten ist das dreitägige Karnevalsfest vor der Fastenzeit in Binche, nahe Mons.
Für Leistungen im Krankheitsfall sind Fürsorgeämter zuständig, die sich in jeder Gemeinde befinden. Diese Ämter übernehmen die Kosten für Privatkliniken für mittellose Patienten, verwalten öffentliche Krankenhäuser und organisieren Krankenpflege und Ambulanzen. Die Sozialversicherung basiert auf einem Gesetz von 1944 und gilt für alle Arbeitnehmer mit einem Arbeitsvertrag. Das Nationale Zentralbüro für Sozialversicherungen zieht den Arbeitgeber- und den Arbeitnehmeranteil für die Familien-, Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ein und verteilt die Gelder an die entsprechenden Stellen. Belgien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Benutzerdefinierte Suche