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Die Bevölkerung in Ecuador
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Mit einem Anteil von 35 Prozent an der Gesamtbevölkerung sind Mestizen die zahlenmäßig stärkste ethnische Gruppe in Ecuador. 25 Prozent sind Weiße, 20 Prozent Indianer, 15 Prozent Mulatten und 5 Prozent Schwarze. 63 Prozent der Bevölkerung leben in den Städten des Landes. Ecuador hat rund 13,9 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 50 Menschen pro Quadratkilometer. Rund 47 Prozent der Bevölkerung leben im zentralen Hochland und 49 Prozent an der Küste. Ein kleiner Teil lebt im Oriente und auf den Galápagos-Inseln.

Die Hauptstadt Quito liegt in den nördlichen Anden und hat etwa 1,40 Millionen Einwohner (2001). Guayaquil (1,99 Millionen Einwohner) im Südwesten ist die bedeutendste Hafenstadt des Landes. Weitere große Städte sind Cuenca (277 000 Einwohner), ein bedeutendes Industrie- und Handelszentrum, und Machala (205 000 Einwohner), ein Zentrum der Landwirtschaft.

Die Amtssprache ist Spanisch. Quechua, eine Kombination vieler verschiedener Dialekte, wird in der ecuadorianischen Verfassung als wichtiger Bestandteil der Kultur des Landes gewürdigt. Es wird nur noch von einem kleinen Teil der Gesamtbevölkerung, aber von nahezu allen Nachfahren der indianischen Bevölkerung gesprochen. Viele Wörter dieser Sprache wurden in die Umgangssprache übernommen und ersetzten spanische Ausdrücke oder dienen der Beschreibung von Begriffen, für die es kein spanisches Äquivalent gibt.

Nach der Eroberung Perus und Ecuadors durch die Spanier konvertierten viele Indianer zum römisch-katholischen Glauben. 1863 wurde der Katholizismus zur Staatsreligion erklärt. 1889 führte eine Liberalisierungsbewegung zu einer teilweisen Trennung von Staat und Kirche. 1904 wurde die Kirche per Gesetz dem Staat unterstellt.

Der kirchliche Besitz wurde konfisziert und die verfassungsrechtliche Religionsfreiheit garantiert. Heute sind rund 95 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch. Die Indianer des Oriente bekennen sich weiter zu Naturreligionen. Nur knapp 1 Prozent der Bevölkerung gehört verschiedenen protestantischen Kirchen an.

Ecuadorianer feiern Neujahr mit dem Verbrennen von Puppen in den Straßen in der Silvesternacht. Die Puppen symbolisieren das vergangene Jahr. Im Februar oder März findet Carnaval statt. Ostern, der Tag der Arbeit (1. Mai) und der Tag der ecuadorianischen Befreiung (24. Mai) sind gesetzliche Feiertage. Der wichtigste Feiertag ist aber der Unabhängigkeitstag (10. August), der an die Loslösung von Spanien im Jahr 1809 erinnert.

Peripherie von Quito (Ecuador)
Peripherie von Quito (Ecuador). Encarta
Auch Weihnachten (25. Dezember) ist ein wichtiger Feiertag. Zahlreiche weitere Feste finden über das ganze Jahr verteilt in den einzelnen Ortschaften statt, beispielsweise feiert jede Stadt und Provinz ihren Gründungstag. In den großen Städten wurden hoch technisierte Krankenhäuser errichtet. Die medizinische Versorgung in den ländlichen Regionen, vor allem in den östlichen Gebieten, ist unzureichend. Unterernährung und hohe Säuglingssterblichkeit sind hier immer noch ernst zu nehmende Probleme. Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 73,9 und für Frauen bei 79,8 Jahren (2008). Die Sozialversicherung, die Leistungen bei Krankheit, Unfall, Invalidität sowie eine Altersvorsorge erbringt, ist Pflicht für alle Angestellten. Seit den achtziger Jahren werden zunehmend auch Bauern in das Versicherungssystem integriert. "Ecuador," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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