Die Bevölkerung in Rumänien
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Fotografien Rumänien |
Die Rumänen bilden 89 Prozent der Gesamtbevölkerung. Sie sind aus den Dakern hervorgegangen, die um 106 n. Chr. ein Gebiet bewohnten, das in etwa dem heutigen Rumänien entspricht und zu dieser Zeit von den Römern erobert und in das Römische Reich eingegliedert wurde. Die stärkste Minderheit sind die Ungarn (etwa 7 Prozent der Bevölkerung), die sich überwiegend in Siebenbürgen angesiedelt haben; die Deutschstämmigen, die insbesondere in der Region Banat leben, stellen etwa 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. In Rumänien leben ferner kleinere Minderheiten wie Ukrainer, Roma, Russen, Serben, Kroaten, Türken, Bulgaren, Tataren und Slowaken. Rumänien hat ungefähr 22,2 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 97 Einwohnern pro Quadratkilometer. 45 Prozent der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten. |
Hauptstadt des Landes ist Bukarest, mit 1,85 Millionen Einwohnern (2003) zugleich die größte Stadt Rumäniens und das wichtigste Industrie- und Handelszentrum des Landes. |
Andere größere Städte sind Konstanza (310 000), Rumäniens einzige Hafenstadt am Schwarzen Meer, Kronstadt (285 000), das für die Herstellung von Textilien, Chemieprodukten und Metallerzeugnissen bekannt ist, Temeschburg (318 000), eine Industriestadt, Iaşi (321 000), ein Handelszentrum; Klausenburg (318 000), ein Standort für Handel und Industrie, Galaţi (299 000), ein Marine- und Metallurgiezentrum, Craiova (303 000), ein Zentrum der Textil-, Elektro- und chemischen Industrie, und Ploieşti (233 000), ein Standort der Erdölindustrie. Die Amtssprache ist Rumänisch, das zu den romanischen Sprachen gehört und von über 85 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. |
Eine bedeutende Minderheitensprache ist Ungarisch, das von etwa 7 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird, außerdem Deutsch, Romani, Türkisch, Serbisch und Jiddisch. |
Größte religiöse Gemeinschaft in Rumänien ist die rumänisch-orthodoxe Kirche, der 87 Prozent der Rumänen angehören. Daneben gibt es viele Katholiken (vor allem Ungarn und Deutsche), Protestanten verschiedener Konfessionen, Juden (insbesondere in Bukarest) und Muslime (vorwiegend Tataren und Türken). Unter dem Ceauşescu-Regime gab es nur drei Feiertage: Neujahr (1.-2. Januar), den Tag der Arbeit (1.-2. Mai) und den Nationalen Befreiungstag (23.-24. August). Religiöse Feiertage wurden offiziell nicht anerkannt und konnten nur heimlich begangen werden. Heute dürfen die Menschen alle religiösen Festtage offen feiern, und neue gesetzliche Feiertage sollen eingeführt werden. |
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Roma in Rumänien. Encarta |
Rumäniens Nationalfeiertag ist jetzt der 1. Dezember. Er erinnert an jenen Tag nach dem 1. Weltkrieg, an dem Rumänien Gebiete zugesprochen wurden, welche die Fläche des Landes mehr als verdoppelten. Mittlerweile hat Rumänien große Teile davon wieder verloren. Der Lebensstandard der Bevölkerung ist niedrig; Rumänien zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Die Regierung hat ein Sozialversicherungssystem eingeführt, dessen Leistungen medizinische Versorgung, Kuraufenthalte, Kindergeld und Renten umfassen. Die Krankenhäuser sind häufig schlecht ausgestattet. Auf einen Arzt kommen 521 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum ging in den letzten Jahren zurück und beträgt -0,1 Prozent (2008). Die mittlere Lebenserwartung liegt für Männer bei 68,7 Jahren und für Frauen bei 75,9 Jahren (2008). "Rumänien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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