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Die bolivianische Bevölkerung
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Bolivien hat etwa 9,25 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte zählt mit 8,5 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den niedrigsten Südamerikas. Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 63,9 Jahren und für Frauen bei 69,3 Jahren (2008). Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind Indianer, meist Quechua und Aymara; einen großen Anteil der Bevölkerung bilden Mestizen. Die übrigen Bewohner des Landes sind Weiße und Nachkommen der altspanischen Kolonisten. Etwa 36 Prozent der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten (2005).

Die Amtssprachen des Landes sind Spanisch und die Indianersprachen Quechua und Aimara. In Schulen und Behörden wird Spanisch gesprochen, das fast ein Drittel der Bevölkerung als erste Sprache angibt. Viele Indianer beherrschen Spanisch, kommunizieren untereinander aber in ihrer eigenen Sprache. Im Tiefland wird auch Guaraní gesprochen. Über 90 Prozent der Bolivianer gehören der katholischen Kirche an. Häufig flossen Elemente indianischer Religionen in die christliche Tradition ein. Feiertage sind der Neujahrstag (1. Januar), Carnaval (Samstag vor Aschermittwoch), Día del Mar (Tag des Meeres; 23. März), die Karwoche vor Ostern (März oder April), Vatertag (19. März), Tag der Arbeit (1. Mai), Muttertag (27. Mai), Unabhängigkeitstag (6. August), Allerheiligen (1. November) und Weihnachten (25. Dezember).

An Heiligabend stellen die Kinder ihre alten Schuhe in ein Fenster, damit der Weihnachtsmann dafür neue Geschenke bringt. Im Carnaval kostümieren sich die Leute. Sie tanzen, besprengen sich mit Wasser und essen Confite (kandierte Nüsse bzw. kandiertes Obst). Jede der neun Provinzen feiert darüber hinaus eigene, stark folkloristisch geprägte Feiertage: So finden z. B. Fiestas zu Ehren des lokalen Heiligen (Patronatsfeste) in fast jedem Pueblo (Dorf) statt.

Der Regierungssitz La Paz ist mit etwa 840 000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Die Hauptstadt Sucre zählt etwa 288 000 Einwohner. Weitere bedeutende Städte sind Santa Cruz (1,54 Millionen Einwohner), wichtiges Handelszentrum, Cochabamba (603 000 Einwohner), das in einem fruchtbaren Anbaugebiet liegt, Oruro

Bevölkerung in Bolivien
Bevölkerung in Bolivien. Encarta

(232 000 Einwohner) und Potosí (165 000 Einwohner), die beide in einem Gebiet mit großem Erzvorkommen liegen.

Bolivien ist eines der ärmsten Länder Südamerikas. Etwa 7 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Für viele Bolivianer ist die Ernährung unzureichend. Das Gesundheitswesen ist nur schwach entwickelt. Die Säuglingssterblichkeit des Landes nimmt eine Spitzenposition innerhalb Südamerikas ein. Malaria, Ruhr und Tuberkulose sind weit verbreitet. Die medizinische Versorgung reicht besonders in ländlichen Gebieten nicht aus. Bolivien bietet ein umfassendes Sozialversicherungssystem, das jedoch weniger als die Hälfte der Bevölkerung erfasst. Rund 18 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos. Bolivien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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