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Geschichte von Myanmar : Britische Herrschaft in Myanmar
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Zwar brachte die britische Herrschaft einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich – Birma entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert zum weltweit führenden Reisexporteur – sowie eine Modernisierung der Verwaltung und anderer Bereiche, während das Land zuvor durch Isolationismus und Hofintrigen fast zugrunde gerichtet worden war, aber sie führte auch zur Auflösung der traditionellen sozialen Strukturen und der kulturellen Fundamente und beförderte damit die Entstehung von Bewegungen und Strömungen, die mit zunehmender Intensität die nationale Unabhängigkeit anstrebten. Getragen wurde der Widerstand gegen die britische Herrschaft vor allem von (teilweise in Großbritannien ausgebildeten) Studenten.

1929 gründete der Studentenführer U Nu die Bewegung We Burmans Association, nach dem Titel Thakin (Meister), mit dem die Birmanen die Briten anzureden hatten und den die Studentenführer nun sich selbst gaben, auch Thakin-Bewegung genannt. Die Thakin-Bewegung wurde zur wichtigsten Unabhängigkeitsbewegung in Birma, und Aung San und Ne Win entwickelten sich – neben U Nu – zu ihren prominentesten Führern. Auf dem Land gewann die nicht mit der Thakin-Bewegung in Zusammenhang stehende konservative Saya-San-Bewegung zwar viele Anhänger, aber der von ihr initiierte Bauernaufstand von 1931 wurde niedergeschlagen.

In den dreißiger Jahren organisierte die Thakin-Bewegung zahlreiche Aktionen des zivilen Ungehorsams, so u. a. 1936 einen großen Studentenstreik.

Angesichts dieses starken Widerstands gegen ihre Herrschaft trennten die Briten Birma 1937 verwaltungsmäßig von Britisch-Indien, machten es zu einer eigenen Kronkolonie und gestanden dem Land innere Autonomie zu.

Im 2. Weltkrieg wurde Birma 1942 von Japan besetzt. Die Japaner hatten Birma die Unabhängigkeit in Aussicht gestellt, weshalb die Thakin-Bewegung eine Armee, die Burma Independence Army (BIA), aufstellte, die unter der Führung von Aung San auf der Seite Japans gegen die Briten kämpfte. 1943 rief die birmanische Marionettenregierung mit japanischer Zustimmung die Unabhängigkeit aus. Sowohl das harsche japanische Regime als auch die sich abzeichnende Niederlage Japans veranlassten Aung San Anfang 1945, mit seiner Armee auf die Seite der Briten zu wechseln und gegen die japanischen Besatzer zu kämpfen. Nach Kriegsende übernahm Großbritannien wieder die Herrschaft über Birma, musste aber bald den Forderungen der im Volk fest verankerten Unabhängigkeitsbewegung nachgeben: Nach langwierigen Verhandlungen mit der Unabhängigkeitsbewegung, vertreten durch die 1944 von Aung San gegründete Partei Anti-Fascist People’s Freedom League (AFPFL), gestand Großbritannien 1947 Birma die Unabhängigkeit zu.

Ne Win in Myanmar
Ne Win
Myanmar," Microsoft® Encarta
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