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Die dänische Bevölkerung
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Dänemark hat ohne die Färöer und Grönland etwa 5,48 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte beträgt circa 129 Einwohner pro Quadratkilometer. Grönland hat etwa 56 300 Einwohner (2008), die Bevölkerungszahl der Inselgruppe Färöer liegt bei etwa 47 800 (2008). Das Wachstum der Bevölkerung ist in den letzten Jahren zurückgegangen und beträgt mittlerweile 0,29 Prozent im Jahr (2008). Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 75,8 Jahren und für Frauen bei 80,6 Jahren (2008).

Die Bevölkerung Dänemarks ist ethnisch überaus homogen zusammengesetzt. Rund 97 Prozent der Einwohner sind Dänen. Die Gruppe der Einwanderer setzt sich vor allem aus Skandinaviern, Türken, Bürgern der Nachfolgestaaten Jugoslawiens, Iranern und Pakistanis zusammen, die als Gastarbeiter in das Land kamen. Eine deutschsprachige Minderheit (0,8 Prozent der gesamten Bevölkerung) lebt vorwiegend im Süden der Halbinsel Jütland (Nordschleswig); in einigen Gemeinden nahe der Landesgrenze beträgt der Anteil deutscher Bewohner bis zu 20 Prozent.

Rund 86 Prozent leben in Städten (2005), gut ein Viertel der Bevölkerung in der Hauptstadt Kopenhagen (einschließlich der Gemeinden Frederiksberg und Gentofte) und ihren Vororten. Kopenhagen, das fast ausschließlich auf der Insel Seeland liegt, hat rund 501 000 Einwohner (2006). 1967 feierte die Stadt ihr 800-jähriges Bestehen. Weitere wichtige Städte sind der Seehafen Århus (223 000), Odense (145 000), die Hauptstadt des Bezirks Fünen, und das Verwaltungszentrum Ålborg (121 000). Amtssprache ist Dänisch, das ebenso wie Schwedisch, Norwegisch, Isländisch und Färöisch zum nördlichen Zweig der germanischen Sprachen gehört. In Südjütland gibt es eine deutschsprachige Minderheit, die über eigene Schulen und Bibliotheken verfügt.

Die Anfänge der dänischen Schriftkultur gehen zurück auf den Beginn des 16. Jahrhunderts. Auf den zu Dänemark gehörenden autonomen Inseln Grönland und Färöer wird ebenfalls Dänisch gesprochen (neben Eskimo bzw. Färöisch).

Das Luthertum ist die dominierende Glaubensrichtung in Dänemark. Mehr als 90 Prozent aller Dänen gehören der evangelisch-lutherischen Kirche (Evangelisk-lutherske Folkekirke in Danmark) an. Neben rund 30 000 Katholiken leben auch Angehörige anderer protestantischer Gruppen sowie rund 3 000 Juden im Land. Der König muss der Kirche angehören, alle anderen Dänen genießen Religionsfreiheit.

Die gesetzlichen Feiertage des Landes sind Neujahr (1. Januar), Ostern (Gründonnerstag bis Ostermontag), der Store Bededag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag sowie der Tag der Verfassung (5. Juni) und Weihnachten (25. Dezember). Anstatt im Frühling mit vielen Feiertagen verschiedener Heiliger zu gedenken,

Tivoli in Kopenhagen
Tivoli in Kopenhagen. Encarta
begehen die Dänen am vierten Freitag nach Ostern den Store Bededag, mit dem sie alle Heiligen und Geistlichen ehren. Dieser Feiertag wurde im 18. Jahrhundert von Graf Johann Friedrich von Struensee eingeführt.
Dänemark führte in den dreißiger Jahren eines der ersten Wohlfahrtssysteme der Welt ein, das heute über 95 Prozent der Bevölkerung mit einer Krankenversicherung versorgt. Diese schließt eine kostenlose ärztliche Behandlung und einen kostenlosen Krankenhausaufenthalt mit ein. Außerdem werden die Kosten für einige wichtige Medikamente und ein Kostenanteil bei zahnärztlichen Behandlungen übernommen.
Tórshavn

Die meisten Krankenhäuser sind städtische Einrichtungen. Das Rentenalter liegt bei 67 Jahren. Die Höhe der Renten hängt von der Höhe der Lebenshaltungskosten ab. Die weiteren Leistungen dieses Systems umfassen Zahlungen bei Krankheit, Unfall und Arbeitslosigkeit. Ferner enthalten sie auch eine Behindertenrente, Sozialhilfe und Kindergeld, in dem auch die Betreuung der Kinder berufstätiger Eltern inbegriffen ist. Obwohl dieses Wohlfahrtssystem sehr teuer ist (es ist der Hauptgrund für Dänemarks hohe Steuern), haben sich die Dänen den Forderungen der politischen Rechten nach verstärkter Förderung privater Versicherungen widersetzt. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,2 Prozent (2004). Auf 273 Einwohner kommt ein Arzt. Die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 4 Sterbefällen pro Tausend Lebendgeburten (2008).

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