Geschichte Guatemalas : Diktatorische Regime
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Fotografien Guatemala |
Seit seiner Selbständigkeit bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Guatemala fast ausschließlich von autoritären Herrschern, so genannten Caudillos regiert; sie stützten ihre Macht vor allem auf die Armee, aber auch auf die katholische Kirche. Den Reigen der guatemaltekischen Caudillos eröffnete Carrera, der von 1844 bis 1848 sowie von 1851 bis zu seinem Tod im Jahr 1865 diktatorisch über das Land herrschte und seinen Einfluss auch über Honduras und El Salvador ausdehnen konnte. |
1871 gelang den Liberalen durch eine Revolution die Übernahme der Macht; von 1873 bis 1885 stellten sie mit Justo Rufino Barrios den Präsidenten. Barrios führte umfangreiche Reformen durch: Er verstaatlichte Schulen und Kirchenbesitz und vertrieb die Jesuiten; zudem ließ er zugunsten der Großgrundbesitzer und ihrer weitläufigen Plantagen großräumig Land umverteilen und forcierte den Kaffeeanbau. Die vorwiegend indigene Landbevölkerung wurde auf den Plantagen arbeitsverpflichtet. Außenpolitisch setzte Barrios den hegemonialen Kurs seiner Vorgänger fort und versuchte, die Zentralamerikanische Föderation mit militärischen Mitteln wieder zu beleben. 1885 fiel er im Krieg gegen El Salvador. |
Unter seinem Nachfolger, dem General Manuel Barillas, entspannten sich die Beziehungen zu El Salvador und den anderen zentralamerikanischen Ländern wieder. 1892 wurde José María Reína Barrios, der Neffe Justo Rufino Barrios’, Präsident. Ihm gelang der Anschluss Guatemalas an den kurzlebigen zentralamerikanischen Bund. 1898 fiel er einem Attentat zum Opfer. Von 1898 bis 1920 beherrschte Manuel Estrada Cabrera diktatorisch das Land. Er lehnte sich außenpolitisch eng an die USA an und zog finanzstarke US-amerikanische Unternehmen, insbesondere die United Fruit Company, ins Land. 1906 organisierte der frühere Präsident Barillas einen Aufstand gegen das Cabrera-Regime; der Aufstand weitete sich bald in einen Krieg aus, in den fast ganz Zentralamerika verwickelt war. Durch die Vermittlung des US-Präsidenten Theodore Roosevelt und des mexikanischen Präsidenten Porfirio Díaz konnte der Konflikt jedoch beigelegt werden. |
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Porfirio Díaz |
In den zwanziger Jahren kam es unter den Präsidenten Carlos Herrera, José María Orellana und Lázaro Chacón infolge der Weltwirtschaftskrise und grassierender Korruption zu politischen Unruhen, die 1930 schließlich in einer Revolution gipfelten. Im Februar 1931 wurde General Jorge Ubico Castañeda zum neuen Präsidenten gewählt. Unter seiner Regierung erlebte Guatemala aufgrund forcierten Kaffee- und Baumwollexports einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung. Auf der anderen Seite mehrten sich die sozialen Unruhen, die Ubico mit Gewalt zu unterdrücken suchte. Im Juni 1944 wurde Ubico zum Rücktritt gezwungen. "Guatemala" Microsoft® Encarta |
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