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Energie und Verkehr in Europa
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Europa verbraucht mehr Energie, als es selbst produzieren kann. Deshalb werden Erdöl und Erdgas u. a. aus den Ländern des Nahen Ostens sowie aus Süd- und Mittelamerika importiert. Die wichtigsten Energiequellen sind Kohle, Erdöl, Erdgas, Kernenergie und Wasserkraft. Vor allem Norwegen, Schweden, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Italien und Spanien verfügen über zahlreiche Wasserkraftwerke, die einen beträchtlichen Teil der jährlichen Stromproduktion liefern. Die Atomenergie spielt in Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Belgien, Litauen, der Ukraine und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken, Schweden, der Schweiz, Finnland und Bulgarien eine Rolle. Die Republik Irland stellt einen Sonderfall dar: Dort dient Torf als wichtiger Brennstoff für die Haushalte und wird sogar zur Energiegewinnung genutzt.

Das Verkehrsnetz Europas ist sehr gut entwickelt. Am dichtesten ist es im Westen und in den zentralen Teilen des Kontinents. In Skandinavien, der ehemaligen UdSSR und Südeuropa sind die Transportverbindungen nicht ganz so perfekt. Private Fahrzeuge gibt es in großen Mengen, und auch ein großer Teil des Gütertransports findet mittels Lastwagen auf der Straße statt. In den meisten Ländern Europas sind auch die Eisenbahnnetze gut ausgebaut und werden sowohl für den Personen- als auch für den Gütertransport stark genutzt. Für die europäische Wirtschaft spielt der Transport zu Wasser eine wichtige Rolle. Einige Länder, wie u. a. Griechenland, Großbritannien, Italien, Frankreich, Norwegen und Russland, unterhalten große Flotten von Handelsschiffen. Rotterdam in den Niederlanden ist einer der geschäftigsten Seehäfen der Welt.

Weitere bedeutende Häfen befinden sich in Antwerpen (Belgien), Marseille (Frankreich), Hamburg (Deutschland), London (England), Genua (Italien), Danzig (Polen), Bilbao (Spanien) und Göteborg (Schweden).

Große Mengen an Fracht werden auch über Wasserwege im Landesinneren befördert. Zu den viel befahrenen Flüssen gehören Rhein, Schelde, Seine, Elbe, Donau, Wolga und Dnjepr. Hinzu kommen eine Reihe wichtiger Kanäle. Fast alle europäischen Länder haben nationale Fluggesellschaften, und einige davon, wie Air France, British Airways, Swissair, Lufthansa und KLM (Niederlande), zählen zu den großen, weltweit verkehrenden Unternehmen. In den meisten europäischen Ländern sind die Transportunternehmen verstaatlicht. Seit dem 2. Weltkrieg wurden auch zahlreiche Pipelines zum Transport von Petroleum und Erdgas gebaut.

Fast alle europäischen Länder haben umfangreiche Außenhandelsbeziehungen. Ein Großteil des Außenhandels findet innerhalb des Kontinents statt, insbesondere zwischen den Ländern der Europäischen Union. Europa hat aber auch mit Ländern anderer Kontinente intensive Handelsbeziehungen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und die Niederlande zählen zu den weltweit größten Handelsnationen. Ein Großteil des europäischen Handels, z. B. auch mit den Ländern der so genannten Dritten Welt, besteht in der Ausfuhr von produzierten Gütern und in der Einfuhr von Rohstoffen. "Europa," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Verkehr in Europa
Verkehr in Europa. Bild E. Buchot
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