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Die europäische Bevölkerung: Bevölkerungsbewegungen und Wichtige Städte
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Bevölkerungsbewegungen gehören seit jeher zur Entwicklung Europas. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fielen vor allem zwei Arten von Migrationen auf: die Einwanderung von Menschen auf der Suche nach Arbeit, die fremdstaatlichen Arbeitnehmer, und die Zuwanderung der ländlichen Bevölkerung in die Städte. Italienische, jugoslawische, griechische, spanische, portugiesische und türkische Arbeiter sowie Arbeiter aus Algerien und anderen nichteuropäischen Staaten wanderten auf der Suche nach Arbeit – meist für eine befristete Zeit – nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien, in die Schweiz und andere nach Arbeitskräften suchende Länder ein. Zusätzlich zogen innerhalb der nationalen Grenzen viele Europäer von ländlichen Gegenden in die Städte. Kriegsbedingte Bevölkerungsbewegungen waren in den neunziger Jahren in einigen ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken, die heute selbständige Republiken sind, zu verzeichnen. Besonders betroffen von Vertreibung waren Menschen in weiten Teilen von Bosnien und Herzegowina.

Während der letzten Jahrzehnte verließen weitaus weniger Europäer ihren Kontinent, als dies noch im 19. und im frühen 20. Jahrhundert der Fall war. Die meisten europäischen Auswanderer im späten 20. Jahrhundert gingen nach Südamerika, Kanada oder Australien.

In den meisten europäischen Ländern ist die Hauptstadt zugleich die größte Stadt des Landes, aber es gibt auch weitere Metropolen auf dem Kontinent. Die meisten europäischen Hauptstädte sind sowohl in wirtschaftlicher, als auch in kultureller Hinsicht bedeutend. Sie verfügen aufgrund ihrer meist langen und ereignisreichen Geschichte auch über viele berühmte historische Bauwerke. Zu den Städten mit den höchsten Einwohnerzahlen zählen Paris, Moskau, Istanbul, London, Sankt Petersburg, Berlin, Madrid, Rom und Budapest.

In Europa wird eine Vielzahl von Sprachen gesprochen. Die wichtigsten Sprachfamilien sind: die slawischen Sprachen, zu denen Russisch, Ukrainisch, Weißrussisch, Tschechisch, Slowakisch, Bulgarisch, Polnisch, Slowenisch, Mazedonisch und Serbokroatisch zählen;

die germanischen Sprachen, die Englisch, Deutsch, Niederländisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch und Isländisch umfassen; und die romanischen Sprachen, zu denen Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch gehören. Diese Sprachen haben gemeinsame Wurzeln und werden als Gruppe der indogermanischen Sprachen zusammengefasst. Zu diesen gehören darüber hinaus Griechisch, Albanisch, die baltischen Sprachen und die keltischen Sprachen wie Gälisch, Walisisch (Kymrisch) und Bretonisch. Neben den indogermanischen Sprachen werden in einzelnen Sprachgemeinschaften auf dem Kontinent auch finnougrische Sprachen wie Finnisch, Ungarisch und Lappisch gesprochen. Weitere nichtindogermanische Sprachen in Europa sind Baskisch und Türkisch.

Die Mehrheit der Europäer bekennt sich zum christlichen Glauben. Die Anhänger der römisch-katholischen Kirche – sie leben vorwiegend in West-, Mittel- und Südeuropa sowie in Polen – bilden die größte Religionsgemeinschaft. Zweitgrößte Glaubensgruppe sind die Anhänger des protestantischen Glaubens, der in verschiedenen Ausprägungen vorwiegend in den Ländern Nord- und Mitteleuropas verbreitet ist. Eine dritte große Gruppe innerhalb des Christentums bildet die orthodoxe Kirche. Ihre Anhänger leben vorwiegend in Russland, Georgien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Serbien und Montenegro sowie – mit Ausnahme Sloweniens – in den heute unabhängigen Republiken, die früher dem jugoslawischen Staatenbund angehörten. Darüber hinaus gibt es in den meisten europäischen Ländern

Die europäischen Einwohner
Die europäischen Einwohner. Bild E. Buchot
jüdische Gemeinden, die größte davon in Russland. Albanien und die Türkei sind vorwiegend muslimisch geprägt.
In allen europäischen Ländern herrscht eine mehrjährige Schulpflicht, die meist vom 7. bis zum 15. Lebensjahr dauert. In den meisten Ländern wird nach vier bis fünf Jahren Grundschule eine weiterführende Schule besucht, die verschiedene Schularten umfassen kann. An den staatlichen Schulen wird kein Schulgeld erhoben. Durch die Förderung des Bildungssystems konnte in den meisten europäischen Ländern die Analphabetenrate stark gesenkt werden. Auch der Hochschulbereich ist in vielen Ländern gut ausgebaut. Er umfasst neben Universitäten auch Hochschulen mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten (z. B. Kunsthochschulen oder Wirtschaftsakademien). Einige der ältesten und renommiertesten Universitäten der Welt befinden sich in Europa, z. B. die Universitäten von Cambridge, Oxford, Paris, Heidelberg, Prag, Uppsala, Bologna und Moskau. Hervorragende Leistungen auf den Gebieten der Literatur, Malerei, Bildhauerei, Architektur, Musik und des Tanzes haben eine lange Tradition in Europa. Die Städte Paris, Rom, London, Berlin, Madrid und Moskau sind besonders im späten 20. Jahrhundert als kulturelle Zentren berühmt geworden. Darüber hinaus unterhalten auch andere Städte bedeutende Museen, Orchester, Theater und ähnliche kulturelle Einrichtungen. "Europa," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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