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Fauna und Flora in Deutschland
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Das Gebiet des heutigen Deutschland war vor Beginn der Siedlungstätigkeit des Menschen fast ausschließlich von Wald bedeckt; zu den wenigen unbewaldeten Lebensräumen gehörten (neben den Gewässern) Moore, Flussauen und Hochgebirgsregionen. Heute ist die natürliche Vegetation weitgehend zerstört. Wälder, die hinsichtlich Baumartenzusammensetzung und Altersklassenstruktur der Bäume mit den ursprünglichen Naturwäldern nur wenig zu tun haben, nehmen rund 31 Prozent der Landesfläche ein (2005); die größten Waldanteile gibt es in Bayern und Baden-Württemberg. Etwa zwei Drittel der Waldfläche sind von Fichten, Kiefern und anderen Nadelbäumen bedeckt, der Rest von Laubbäumen wie Buchen, Birken und Eichen.

Dem Waldschadensbericht 2001 zufolge sind 42 Prozent der Bäume leicht und 22 Prozent stark geschädigt. Von den Schäden betroffen sind insbesondere Eichen und Buchen, von denen nur 21 bzw. 25 Prozent als gesund gelten. Seit 1996 ist der Zustand der Waldbäume trotz deutlicher Reduktion des Schwefeldioxidausstoßes praktisch unverändert.

Durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume wurde auch die Fauna stark beeinträchtigt. Die großen Raubtiere Braunbär und Wolf wurden bereits vor Jahrhunderten ausgerottet, in neuerer Zeit sind Wölfe allerdings in geringer Zahl wieder nach Ostdeutschland eingewandert. Versuche, Luchse und Biber wieder einzubürgern, waren gebietsweise erfolgreich. Die landbewohnende Säugetierfauna besteht zudem aus den für Mitteleuropa charakteristischen Arten von Paarhufern (Reh, Rothirsch, Wildschwein), Raubtieren (Rotfuchs, Wildkatze, Dachs und andere Marderarten), Nagetieren (Eichhörnchen, Bilche, Feldhamster, Mäuse, Wühlmäuse), Fledermäusen, Insektenfressern (Igel, Maulwurf, Spitzmäuse) und Hasentieren (Feldhase, Wildkaninchen).

Aus anderen Faunenregionen sind Waschbär, Marderhund und Bisamratte eingewandert bzw. wurden eingebürgert. In der Nordsee leben Seehunde und Schweinswale.

In Deutschland sind über 250 Vogelarten als Brutvögel nachgewiesen, von denen mehr als ein Drittel gefährdet sind. Insbesondere Großvögel wie Weißstörche, Kraniche, Großtrappen, Auerhühner oder Seeadler sind nur noch selten anzutreffen, wenngleich Schutzbemühungen – etwa beim Uhu – durchaus Erfolge zeigen. Im Kulturland häufig zu beobachten sind Amsel, Buchfink, Bachstelze, Kohlmeise, Star, Haussperling, Hausrotschwanz, Ringeltaube, Stockente, Mäusebussard und Turmfalke. Eine arten- und individuenreiche Vogelwelt u. a. aus Möwen, Enten, Gänsen und Watvögeln stellt sich insbesondere zur Zugzeit an den Meeresküsten ein.

Tier in Deutschland
Tier in Deutschland. Encarta
Die relativ artenarme Reptilienfauna Deutschlands besteht vor allem aus Eidechsen (u. a. Waldeidechse und Zauneidechse), Blindschleichen und Schlangen (u. a. Ringelnatter und Kreuzotter). Eine auffallende Amphibienart ist der Feuersalamander, weit verbreitet sind Grasfrösche, Wasserfrösche, Erdkröten und Molche. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee leben die wirtschaftlich bedeutenden Heringe, Dorsche und Schollen. Aale, Welse und Forellen bewohnen zumeist Fließgewässer, in Weihern und Seen finden sich Hechte, Karpfen und andere Speisefische. "Deutschland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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