Flora und Fauna in Indonesien
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Fotografien Indonesien |
In den Tiefebenen Indonesiens war tropischer Regenwald ursprünglich die dominierende Vegetation, die etwa 60 Prozent der Landesfläche bedeckte. Insbesondere in den achtziger und neunziger Jahren wurde der Regenwald in dramatischer Weise durch Raubbau, aber auch durch Waldbrände dezimiert und großenteils in wirtschaftlich weitgehend wertlose Grasfluren umgewandelt. Gebietsweise, etwa auf Java, ist der Regenwald praktisch vollständig vernichtet. Verheerende Waldbrände führten im Herbst 1997 (vor allem auf Borneo und Sumatra) sowie im Januar 1998 (auf Borneo) zu erheblichen Zerstörungen der Flora und Fauna in den betroffenen Gebieten. Zu dieser Zeit herrschte eine anhaltende Dürre, wobei die Brände offensichtlich durch Brandrodung entfesselt wurden. |
Die Rauchwolken der Feuersbrunst breiteten sich über große Teile Südostasiens aus und führten in weiten Gebieten Indonesiens zu extremer Smogentwicklung und -belastung. Schätzungen zufolge fiel nahezu eine Million Hektar Wald den Flammen zum Opfer. |
In höheren Lagen gedeihen Nebelwälder oder Koniferen. In Teilen Ostsumatras und Süd- und Westborneos gibt es ausgedehnte Moor- und Süßwassersumpfwälder mit Sagopalmen. Die Küsten werden häufig von Mangroven gesäumt. Wo Trockenzeiten auftreten, findet man Monsunwälder mit laubwerfenden Arten. In Indonesien gibt es eine Vielzahl von Orchideen, auf Sumatra ist die Riesen-Rafflesie heimisch. Außerdem stammen einige Gewürzpflanzen aus dem östlichen Teil des Archipels, darunter Muskatnussgewächse und Gewürznelkenbäume. Von den Tierarten sind manche auf bestimmte Inseln begrenzt. So findet man den Orang-Utan nur auf Sumatra und Borneo, den Sumatra-Tiger auf Sumatra und Java, das Banteng-Wildrind auf Java und Borneo, den Nasenaffen lediglich auf Borneo, Elefanten, Tapire und Siamangs nur auf Sumatra. |
Der Komodowaran ist die größte lebende Echsenart, er besiedelt nur Komodo und zwei benachbarte kleine Inseln. In Schutzgebieten auf Java und Sumatra gibt es kleine Bestände des vom Aussterben bedrohten Java- und Sumatranashorns. Auf Celébes und einigen Molukkeninseln kommt der Hirscheber vor. Im Süden Indonesiens, auf Celébes und auf den Molukken umfasst die Tierwelt sowohl asiatische als auch australische Arten. Zur Fauna auf Timor gehören ausschließlich australische Tierarten, wie etwa die Kuskuse, eine Gattung der Kletterbeutler. In Indonesien gibt es eine große Vielfalt an Vogelarten, z. B. Paradiesvögel, Nashornvögel, Laubenvögel und Beos. Indonesien hat im Rahmen des Biosphäreprogramms der UNESCO sechs entsprechende Gebiete eingerichtet. |
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Regenwald in Papua. Encarta |
Von der Gesamtfläche Indonesiens stehen 9,1 Prozent (1997) unter Naturschutz. Indonesien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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