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Fauna und Flora in Mexiko
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Die großen Küstengebiete und die zahlreichen Gebirgszüge in Mexiko beherbergen weltweit die größte Vielfalt an Ökosystemen und Lebensräumen. Die geographische Lage des Landes führte zu einer außergewöhnlichen Zusammensetzung der Flora und Fauna. Mexiko wird in Bezug auf seine Artenvielfalt nur von Indonesien, Brasilien und Kolumbien übertroffen. Die Pflanzenwelt ist auch wegen des breiten Temperaturbereichs in Mexiko äußerst vielseitig. Vorherrschende Vegetationsformen sind Steppen, Dornstrauch- und Sukkulentenvegetation, an feuchten Berghängen im Süden gedeiht tropischer Regenwald. Im Norden gibt es Kakteen, Palmlilien, Agaven und Mesquiten. Die Tierra caliente ist dicht bewachsen mit einer großen Vielfalt von Pflanzen. Zu den Bäumen dieser Zone gehören wertvolle Harthölzer, aber auch Kokospalmen, Gummibäume sowie Mandel-, Feigen- und Olivenbäume.

An den Berghängen wachsen Eichen, Kiefern und Tannen. In den höchstgelegenen Klimazonen Mexikos findet sich arktische Vegetation. Die Entwaldungsrate ist hoch – 0,46 Prozent (1990–2005) des Waldes werden jährlich neuen Agrarflächen geopfert. Der tropische Regenwald, der einst 6 Prozent der Landesfläche bedeckte, wurde bereits um die Hälfte reduziert. Zu den am meisten gefährdeten Lebensräumen zählen u. a. die Mangrovensümpfe, die Feuchtgebiete an der Küste, der Trockenwald und die trockenen (ariden) Zonen.

Die Klimazonen unterscheiden sich auch in Bezug auf die Tierwelt. Im Norden findet man Wölfe und Kojoten. In den Wäldern an den Berghängen leben Ozelote, Jaguare, Pumas, Nasenbären, Pekaris und Affen. An den Küsten sind Robben anzutreffen. Das Land besitzt die artenreichste Reptilienfauna der Welt, die durch Schildkröten, Schlangen (u. a. Klapperschlangen) sowie Leguane und andere Echsen repräsentiert ist.

Es gibt arten- und individuenreiche Bestände an Vögeln, darunter viele Seevögel. Fast ein Drittel der Landwirbeltiere Mexikos sind endemisch. 14 Prozent aller Fischarten der Welt leben in mexikanischen Gewässern, insbesondere die Küstengewässer sind sehr fischreich.

1992 gab es in Mexiko 68 Naturschutzgebiete, einschließlich der 46 Nationalparks, die ungefähr 20 Prozent der Landesfläche einnehmen. Aufgrund der Klassifizierung der einzelnen Gebiete, der vielfältigen Interpretierbarkeit der Gesetze und der damit einhergehenden mangelnden Durchsetzungskraft der Regierung können jedoch nur 8,7 Prozent (2007) der Landesfläche als echte Naturschutzgebiete bezeichnet werden. Viele Schutzgebiete sind von Entwaldung, Wilderern, Müll, Bergbau, Überweidung und Erosion bedroht. Im Rahmen des Biosphären-Programms der UNESCO wurden in Mexiko sechs international anerkannte Biosphärenreservate eingerichtet. Mexiko hat eine Reihe internationaler Umweltabkommen ratifiziert. Diese betreffen die Artenvielfalt, Klimaveränderungen, Desertifikation,

Flora Mexikos
Flora Mexikos. Encarta
den Meeresschutz, die Ozonschicht, Feuchtgebiete und den Walfang. Außerdem wurden ein Verbot der Abfallentsorgung im Meer und ein Verbot von Atomtests beschlossen. Zudem ist Mexiko dem Abkommen zum Schutz des Karibischen Meeres beigetreten. "Mexiko," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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