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Fauna und Flora in Costa Rica
Fotografien Costa Rica

Der trotz gravierender Lebensraumzerstörungen noch immer ungewöhnlich hohe Artenreichtum Costa Ricas basiert einerseits darauf, dass hier südliche, nördliche und karibische Floren- und Faunenelemente des Kontinents zusammentreffen; andererseits wird die biologische Vielfalt durch unterschiedliche Höhen- und Feuchtigkeitszonen gefördert. Ursprünglich war Costa Rica weitgehend von tropischem Regenwald bedeckt, der durch umfangreiche Rodungen insbesondere für Bananenplantagen in der nordöstlichen Tiefebene größtenteils zerstört wurde.

Parallel zu den Küsten verlaufen die Vegetationszonen des Tieflandregenwaldes, in höheren Lagen des Landesinneren gedeiht Bergregenwald.

Im Nordwesten besteht Trockenwald mit laubwerfenden Gehölzen, und an Flussmündungen im Süden gibt es Mangrovenwälder. Feucht- und Trockensavannen am Rand der Gebirge wurden in Ackerland umgewandelt. In den Wäldern findet man u. a. Ebenholzgewächse, Mahagoni, Balsabäume, Eichen, Pinien, Zedern und Palmen; auffallend sind die zahlreichen Epiphyten, Lianen und Farne. In trockeneren Regionen gedeihen Akazien und Kakteen, an den Küsten sind Kokospalmen häufig anzutreffen. Zu den rund 12 000 Pflanzenarten gehören allein 1 200 Orchideen, weit verbreitet sind auch Ananasgewächse und Ingwergewächse. 23,5 Prozent (2007) des Landes sind als Parks oder Naturschutzgebiete ausgewiesen.

In Costa Rica wurden 856 Vogelarten nachgewiesen, dazu gehören u. a. Kolibris, Tukane, Trogons, Tangaren, Ameisenvögel, Vireos, Waldsänger, Bananaquits, Papageien (u. a. Hellrote Aras, Weißstirnamazonen und Elfenbeinsittiche), Greifvögel (u. a. Harpyien, Tyrannenadler und Fledermausfalken), Neuweltgeier (wie Truthahngeier, Rabengeier und Gelbkopfgeier), Eulen (u. a. Zwergkäuze und Mangroveeulen), Pelikane wie der Braunpelikan, Flamingos, Schlangenhalsvögel, Fregattvögel und Reiher (z. B. Nachtreiher, Kuhreiher und Kahnschnäbel).

Fast die Hälfte der 228 Säugetierarten Costa Ricas sind Fledermausarten. Raubkatzen sind durch Pumas, Jaguare, Ozelots und Jaguarundis repräsentiert; zur Primatenfauna gehören Kapuziner, Totenkopfäffchen, Brüllaffen und Klammeraffen; weitere bemerkenswerte Säugetiere sind Nasenbären, Faultiere, Gürteltiere, Ameisenbären, Agutis, Pekaris und Opossums. Die Reptilienfauna umfasst 220 Arten, dazu gehören Leguane (u. a. Basilisken), Geckos sowie Krokodile (Alligatoren, Kaimane und Spitzkrokodile), an den Stränden erscheinen Meeresschildkröten zur Eiablage. Zu den 135 Schlangenarten gehören Abgottschlangen (Boa constrictor), Nattern sowie Giftschlangen wie Lanzenottern, Klapperschlangen und Korallenschlangen. Hinzu kommen 165 Amphibienarten, u. a. Glasfrösche und Farbfrösche. Überaus artenreich ist auch die Insektenfauna mit 360 000 Spezies, darunter 1 300 Arten von Schmetterlingen.

Costa Rica," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Jaguarundi in Costa Rica
Jaguarundi in Costa Rica. Encarta
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