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Kunst und finnische Kultur
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Bibliotheken und Museen bilden einen wichtigen Bestandteil der finnischen Kultur. Die 1860 gegründete Stadtbibliothek von Helsinki verfügt über beinahe 2,1 Millionen Bände. Die Universitätsbibliothek mit etwa 2,6 Millionen Bänden fungiert auch als Nationalbibliothek. Insgesamt gibt es über das ganze Land verteilt mehr als 1 500 Bibliotheken. Seit dem 2. Weltkrieg ist die Zahl der Museen auf über 300 angestiegen. Das finnische Nationalmuseum (gegründet 1893) in Helsinki enthält finnische, finnougrische und vergleichende ethnographische Sammlungen sowie eine archäologische Abteilung. Weitere Museen sind das Mannerheimmuseum, das Stadtmuseum und das Athenaeum in Helsinki sowie das Kunstmuseum in Turku.

Finnland besitzt eine reiche Tradition an Volksmusik sowie an Kirchenmusik, die seit der Christianisierung der Finnen im 12. Jahrhundert entstand. Während der Reformation wurden gregorianische Gesänge und andere in lateinischer Sprache gehaltene Kirchenlieder ins Finnische übertragen.

Im 17. Jahrhundert begann innerhalb der finnischen Kultur ein verstärktes Interesse an weltlicher Musik. In der ehemaligen finnischen Hauptstadt Turku wurde ein Laienorchester gegründet. Seit 1640 gehört Musik zum Lehrplan der Universität Turku.

Finnische Kunstmusik im engsten Sinn entstand erstmals zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Dies war vor allem das Verdienst des Komponisten Fredrik Pacius und des Dirigenten und Sammlers finnischer Volkslieder, Richard Friedrich Faltin, die beide deutschstämmig waren. Darüber hinaus wirkte der erste bedeutende einheimische Komponist, Martin Wegelius, als Direktor des Konservatoriums in Helsinki stilbildend. Sein Zeitgenosse, der finnische Komponist Robert Kajanus, führte als Dirigent des Stadtorchesters von Helsinki Zuhörern anderer europäischer Länder finnische Musik vor.

Bis ins späte 19. Jahrhundert überwog der Einfluss der deutschen Musik auf finnische Komponisten. Pacius, Faltin, Wegelius und Kajanus pflegten in ihren Werken zwar die finnische Volksmusik, doch erst Jean Sibelius, ein Schüler Kajanus’, schuf einen echten nationalen Musikstil, der der finnischen Musik zu internationaler Anerkennung verhalf. Im Dezember 1993 wurde die neue finnische Staatsoper mit Staatsballett in Helsinki eröffnet. In den letzten Jahren haben Komponisten wie Aulis Sallinen, Eino Juhani Rautavaara, Erik Bergman und Joonas Kookonen zahlreiche finnische Opern von hohem Rang hervorgebracht.

Die finnischen Telegraphendienste sind staatlich, ebenso die finnische Rundfunkanstalt (Oy Yleisradio AB), die den Großteil des finnischen Rundfunk- und Fernsehprogramms sendet. Der private Fernsehsender MTV

Jean Sibelius
Jean Sibelius
Oy bietet wöchentlich etwa 20 Stunden eigenes Programm. Annähernd ein Drittel des Fernsprechdienstes ist staatlich. Mehr als 100 Tageszeitungen und zahlreiche Zeitschriften erscheinen in Finnland, größtenteils in finnischer, teilweise auch in schwedischer Sprache. Finnland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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