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Flora und Fauna in Schweden
Fotografien Schwedens

In Nordschweden dominiert alpine und arktische Vegetation. An die karge Vegetation der höchsten Gebirgsregionen schließen sich mit abnehmender Höhe Moorlandschaften an, in denen Moose und Flechten dominieren. In den tiefer gelegenen Regionen folgt zunächst eine Baumzone mit Birken und Weiden. Die daran anschließende, die größte Fläche einnehmende Zone besteht aus Nadelwäldern vorwiegend mit Fichten und Kiefern. Im Süden sind Laubbäume verbreitet, darunter Eichen und Buchen als Hauptbaumarten.

Die in Schweden am weitesten verbreiteten Paarhufer sind Rehe und Elche, zudem gibt es Rot- und Damhirsche sowie in den nördlichen Landesteilen Rentiere. In den Wäldern leben die Großraubtiere Braunbär, Wolf und Luchs, ein weiteres bemerkenswertes Raubtier ist der im Nordwesten des Landes vorkommende Vielfraß, eine Marderart. Zu den Nagetieren gehören zwei Arten von Lemmingen, die für ihre periodischen Bestandsvermehrungen und Wanderungen bekannt sind. Die Greifvogelfauna ist u. a. durch Stein-, See- und Fischadler repräsentiert, zu den Eulen gehören Habichtskauz, Bartkauz und Sperbereule. Weitere bemerkenswerte Vogelarten sind die Raufußhühner Alpenschneehuhn, Moorschneehuhn, Auerhuhn und Birkhuhn.

Etwa 9 Prozent des Bodens in Schweden können für die Landwirtschaft genutzt werden; der größte Teil davon befindet sich im Süden des Landes. Fruchtbare marine Lehmsedimente sind an der Südküste verbreitet, tiefer gelegene sedimentäre Kalksteine und Schiefertone, die nach Verwitterung zur Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen beitragen, treten in den Hochebenen des südlichen Schweden auf. In den übrigen Teilen des Landes dominieren relativ nährstoffarme, quarzreiche Podsole sowie große Gebiete mit anstehendem Gestein.

Zu den gravierendsten Umweltproblemen Schwedens gehört der saure Regen. Er belastet den Boden, verursacht Übersäuerung der Gewässer und Waldsterben.

Fauna Schweden
Fauna Schweden. Bild E. Buchot
Das Land hat bereits große Fortschritte bei der Bekämpfung der Ursachen gemacht. Schweden führt ein ehrgeiziges Umweltschutzprogramm durch und hat außerdem als eines der ersten Länder ökologisch orientierte Steuern eingeführt. Der Großteil der Luftverschmutzung in Schweden, die sich in saurem Regen niederschlägt, wird jedoch von außen in das Land hineingetragen. Als Folge der Umweltverschmutzung in anderen Ländern wird ein Anstieg der Säurewerte in den Böden Schwedens verzeichnet. Der in landwirtschaftlichen Abwässern enthaltene Stickstoff hat zu großen Schäden und zur Eutrophierung in Nordsee, Ostsee und in vielen Seen des Landes geführt. "Schweden," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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