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Die Flüsse in Europa
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Da der europäische Kontinent überaus stark gegliedert ist, hat sich mehr oder weniger ein so genanntes sternförmiges Entwässerungssystem herausgebildet. Dies bedeutet, dass die meisten Ströme von den zentralen Teilen des Kontinents zu den Rändern fließen, wobei ihre Quellflüsse oft dicht beieinanderliegen. Der längste Fluss Europas, die Wolga, fließt in südlicher Richtung zum Kaspischen Meer; auch der Ural, der einen Teil der Grenze zwischen Europa und Asien bildet, mündet in dieses Binnenmeer. Die Wolga hat auch das größte Einzugsgebiet aller europäischen Flüsse; sie entwässert ein Gebiet von nahezu 1,4 Millionen Quadratkilometern. Die Donau, der zweitlängste europäische Fluss, durchquert in ihrem Lauf von West nach Ost zahlreiche Länder und Naturräume in Mittel- und Südosteuropa und mündet schließlich ins Schwarze Meer. Zu den längsten Flüssen Mittel-, Süd- und Westeuropas gehören die Rhône, der Ebro und der Po, die ins Mittelmeer fließen, sowie Loire, Seine, Rhein und Elbe, die in den Atlantik bzw. in die Nordsee münden.

Die Oder und die Weichsel fließen nach Norden in die Ostsee. Dnjepr und Dnjestr münden in das Schwarze Meer, der Don in das Asowsche Meer, eine Bucht im nordöstlichen Teil des Schwarzen Meeres. Gebirgskämme trennen die Einzugsgebiete von Flüssen und bilden somit markante Wasserscheiden. Angesichts des sternförmigen Entwässerungssystems bietet sich eine Verbindung der Flüsse durch Kanäle an. So werden Nordsee und Ostsee durch einen 1895 eröffneten Kanal (Nord-Ostsee-Kanal) miteinander verbunden. Der längste Kanal in Deutschland ist der Mittellandkanal. Er wurde im Jahr 1938 fertig gestellt und verbindet auf einer Länge von mehr als 320 Kilometern den Dortmund-Ems-Kanal mit der Elbe, in die er nördlich von Magdeburg mündet.

Seen gibt es sowohl in Gebirgsgegenden, etwa in der Schweiz, in Italien und in Österreich, als auch in den Ebenen, beispielsweise in Schweden, Polen und Finnland. Zahlreiche europäische Seen entstanden nach dem Ende der letzten Eiszeit, als sich das Schmelzwasser der Gletscher und Inlandeismassen in Vertiefungen sammelte und zur Bildung von zum Teil ausgedehnten Wasserflächen führte. Demgegenüber spielen vulkanisch entstandene Seen eine untergeordnete Rolle. So sind viele durch Gasexplosionen entstandene Maare vulkanischen Ursprungs. Die nun wassergefüllten Maare (Maarseen) sind z. B. in der Eifel verbreitet. Der größte Süßwassersee Europas ist der Ladogasee im Nordwesten Russlands. Ihm folgen der Größe nach der ihm benachbarte Onegasee sowie der Vänersee im südlichen Schweden.

"Europa," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Fluss in Frankreich
Fluss in Frankreich. Bild E. Buchot
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