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Flüsse und Seen in Ägypten
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Der Nil durchfließt Ägypten von der Republik Sudan kommend auf einer Länge von circa 1 545 Kilometern in nördlicher Richtung bis zu seiner Mündung in das Mittelmeer. Die Gesamtlänge des Flusses beträgt 6 671 Kilometer. Von der Südgrenze des Landes bis nach Kairo fließt der Nil durch ein nach Norden breiter werdendes Tal. Südlich der Stadt Idfu ist das Niltal kaum mehr als drei Kilometer breit, zwischen Idfu und Kairo weitet es sich auf etwa 23 Kilometer. Im Grenzgebiet zwischen Ägypten und der Republik Sudan liegt der Nassersee, zu dem der Nil durch den Bau des Assuan-Hochdammes aufgestaut wurde, um die Abflussmengen zu steuern. Der See ist etwa 480 Kilometer lang und maximal 16 Kilometer breit. Der überwiegende Teil des Sees liegt auf ägyptischem Staatsgebiet.

Der Großteil der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche befindet sich am Westufer des Flusses. Nördlich von Kairo bildet der Fluss ein ausgedehntes Delta mit zahlreichen Kanälen und Mündungsarmen, das am Mittelmeer etwa 250 Kilometer breit ist. Die beiden wasserreichsten Mündungsarme heißen Rosette (arabisch Rashid) und Damiette (arabisch Dumyāt). Sie lagerten früher bei Überflutungen große Mengen an nährstoffreichem Schlamm ab. Daher ist diese Region die fruchtbarste des Landes. Durch den Assuan-Hochdamm wird die mittlere Abflussmenge des Nil herabgesetzt, wodurch mehrere Ernten im Jahresverlauf möglich sind. Die ökologischen Auswirkungen der schwerwiegenden Eingriffe in den Naturhaushalt des Niltales sind drastisch. Die überaus hohe Verdunstung des Stausees kann das lokale Klima beeinträchtigen.

Die Regulierung der Wasserführung verschlechtert die Bodenqualität, da die Überflutung der ufernahen Bereiche mit fruchtbarem Nilschlamm ausbleibt. Im küstennahen Deltagebiet ist die Versalzung des Bodens ein bedeutendes Problem. Außerdem ging die Fischerei im Mündungsbereich wegen der Nährstoffverarmung des Nilwassers zurück.

In der Nähe der Küste befinden sich im Deltagebiet vier flache Brackwasserseen. Ein weiterer größerer See, Birkat Qarun, liegt am Rand der Libyschen Wüste nördlich der Stadt Al Faijum. Geographisch lässt sich das Niltal in zwei Regionen einteilen: Oberägypten und Unterägypten. Mit Unterägypten wird im Allgemeinen das Deltagebiet bezeichnet, mit Oberägypten das Niltal südlich von Kairo.

Die Länge der ägyptischen Meeresküsten beträgt zwar rund 2 450 Kilometer – zwei Drittel davon am Roten Meer –, die zur Anlage von Häfen geeigneten Buchten beschränken sich aber auf das Deltagebiet des Nil. Der Isthmus von Suez, der die Sinai-Halbinsel mit dem afrikanischen Festland verbindet, wird vom Suezkanal durchschnitten, der das

Nil Agypten
Nil Agypten.. Encarta
Mittelmeer mit dem Golf von Suez verbindet. Anfang 1997 wurde ein ehrgeiziges Kanalbauprojekt gestartet. Dabei soll Wasser des Nil zu vier Oasen in der Libyschen Wüste geleitet werden. Präsident Mubarak verglich das Milliardenprojekt mit dem Bau des Assuan-Staudammes. "Ägypten," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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