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Geschichte Dänemarks
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Die Dänen, die ursprünglich im Süden Skandinaviens lebten, eroberten im 5. und 6. Jahrhundert Jütland, die benachbarten Ostsee-Inseln und bildeten seit dem 8. Jahrhundert eine starke Zentralmacht. König Godfred ließ einen Schutzwall über die Landenge Jütlands, das so genannte Danewerk, bauen. Seit 874 wurden auch Island und Grönland besiedelt. Im 10. Jahrhundert stärkte König Harald Blauzahn den politischen Zusammenhalt seines Reiches; zu dieser Zeit setzte auch die Christianisierung Dänemarks ein. Sein Sohn Sven Gabelbart eroberte zwischen 1013 und 1014 England. Svens Sohn Knut II. herrschte ebenso über England (1016-1035) und Norwegen (1028-1035). Nach seinem Tod zerfiel das Großreich.

Erst Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts konnten die Dänen ihr Reich in Richtung Osten wieder ausdehnen. Durch die Eroberung von Gebieten an der südlichen Ostseeküste bauten sie ein mächtiges Reich auf, das doppelt so groß war wie das heutige Dänemark.

Das Königreich wurde unter Waldemar I., dem Großen, zu einer nordeuropäischen Großmacht. Doch es kam zu Zerwürfnissen zwischen der dänischen Krone und dem Adel. König Erik V. erließ 1282 eine Verfassung, nach der sich die Krone unterordnen müsse und dass der Adligenversammlung (Danehof) ein wesentlicher Teil der Exekutivgewalt zukam. Nach dem Tod Christophers II. 1332 war Dänemarks beherrschende Stellung im Ostseeraum vorübergehend geschwächt; mit Waldemar IV., der von 1340 bis 1375 regierte, wurde Dänemark wieder eine führende Ostseemacht.
Kalmarer Union und die Reformation
1380 schlossen sich Dänemark und Norwegen in einem Bund unter dem gemeinsamen König Olaf II., dem Enkel Waldemars IV., zusammen. Dadurch fielen auch Island und die Färöer an Dänemark. Nach Olafs Tod 1387 trat seine Mutter Margarete I. die Nachfolge an. 1389, nach der Eroberung Schwedens, wurde sie auch Königin von Schweden.

Durch die Gründung der Kalmarer Union 1397 wurde Dänemarks skandinavischer Führungsanspruch festgeschrieben; Schweden konnte sich aber zeitweise (zwischen 1434 bis 1436 und 1448 bis 1471) aus der Union lösen, die 1523 endete, als Schweden sich endgültig durch einen von Gustav Wasa geführten Aufstand die Unabhängigkeit erkämpft hatte. Gustav I. Wasa wurde noch im selben Jahr zum König von Schweden gewählt.

1523 verlor der letzte König der Union, Christian II., auch den dänischen Thron. In der Zeit politischer Unsicherheit konnte die mächtige Hansestadt Lübeck an Einfluss in Dänemark gewinnen, der nur mit Hilfe des schwedischen Königs zurückgedrängt werden konnte.

Der neue dänische König, Christian III., konnte die Macht seines Landes festigen. Während seiner Herrschaft (1534-1559) setzte sich in Dänemark die Reformation durch, und die lutherische Kirche wurde zur Staatskirche. Norwegen wurde in dieser Zeit von den dänischen Königen eher wie eine Provinz behandelt und nicht mehr wie ein eigenes Königreich. Wirtschaftliche und politische Rivalitäten mit Schweden um die Vorherrschaft im Ostseeraum lösten den Dreikronenkrieg (1563-1570) und den Kalmarkrieg (1611-1613) zwischen Schweden und Dänemark aus.

Der Eingriff Christians IV. in die Religionsstreitigkeiten in Deutschland zugunsten der Protestanten führte in den zwanziger Jahren des 17. Jahrhunderts zu Dänemarks Beteiligung am Dreißigjährigen Krieg. Der anhaltende Konflikt mit Schweden um die Vormachtstellung im Ostseeraum löste wiederholte kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn im Norden aus (1643-1645 und 1657-1660), die Dänemark aber nicht gewinnen konnte: Es musste mehrere Ostseeinseln (und bis auf Norwegen) alle seine Gebiete auf der Skandinavischen Halbinsel an Schweden abtreten.

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