Fotografien
Geschichte Guatemalas : Kolonisierung und Unabhängigkeit
Fotografien Guatemala

Guatemala war ein Zentrum der Maya-Zivilisation, wovon noch heute zahlreiche Ausgrabungsstätten und Funde aus der klassischen Maya-Periode (3.-10. Jahrhundert n. Chr.) zeugen. Die bedeutendste Mayastätte auf guatemaltekischem Boden ist Tikal im Petén im Norden des Landes; sie umfasst etwa 3 000 Bauwerke, darunter große Tempelpyramiden, Plätze und andere Monumentalbauten, und erstreckt sich über eine Fläche von ungefähr 15 Quadratkilometern.

In dieser Stadt lebten zu ihrer Blütezeit etwa 50 000 Menschen. Sie wurde zu Beginn des 10. Jahrhunderts aus bisher unbekannten Gründen aufgegeben.

Das heutige Guatemala wurde 1523/24 von spanischen Truppen unter Pedro de Alvarado erobert. Unter der spanischen Herrschaft, die drei Jahrhunderte andauerte, war Guatemala ein eigenes Generalkapitanat und erstreckte sich über weite Teile Zentralamerikas, vom südlichen Mexiko bis nach Panamá. Am 15. September 1821 erklärte Guatemala seine Unabhängigkeit von Spanien und schloss sich dem ebenfalls erst seit kurzem unabhängigen Mexiko unter Agustín de Itúrbide (dem späteren Kaiser Augustin I.) an.

Nach dem Sturz Agustíns 1823 lösten sich die Provinzen des früheren Generalkapitanats Guatemala (die heutigen Staaten Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica) wieder von Mexiko und bildeten als Zentralamerikanische Föderation ein selbständiges Staatswesen mit dem heutigen Guatemala als dem politischen Zentrum. Die Föderation zerrieb sich jedoch schon bald an den andauernden Machtkämpfen zwischen Liberalen und Konservativen und wurde 1839 schließlich von Rafael Carrera mit Gewalt aufgelöst. Als einer der Nachfolgestaaten der Zentralamerikanischen Föderation etablierte sich die Republik Guatemala.

"Guatemala" Microsoft® Encarta

Mayaruinen in Tikal
Mayaruinen in Tikal. Encarta
Benutzerdefinierte Suche