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Geschichte der Niederlande
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Bis zur ihrer Unabhängigkeit bildeten die heutigen Niederlande politisch eine Einheit mit dem Gebiet des heutigen Belgien; im Folgenden werden die „alten” Niederlande bis zu ihrer Trennung in die Republik der Vereinigten Niederlande (die heutigen Niederlande) und die Spanischen Niederlande (die den Kern des späteren Belgien bildeten) 1581/1648 als Einheit behandelt.

Im 1. Jahrhundert v. Chr. eroberten die Römer unter Julius Caesar den südlich von Rhein und Ijsselmeer gelegenen Teil der Niederlande; die Versuche nachfolgender römischer Feldherren, den römischen Herrschaftsbereich weiter nach Osten, bis zur Unterelbe, auszudehnen, scheiterten.

Unter Augustus wurde das römisch besetzte Gebiet der Niederlande Teil der Provinz Belgica. In römischer Zeit waren die Niederlande von germanischen Friesen und Batavern sowie von kleineren keltischen Stämmen besiedelt.

Um 300 n. Chr. begann die römische Herrschaft zu bröckeln: Im Zuge der Völkerwanderung drangen sukzessive germanische Stämme in die römischen Provinzen ein; im Gebiet der Niederlande waren dies vor allem Franken und Sachsen. Die Franken ließen sich hauptsächlich im Westen und Süden nieder, die Sachsen im Osten, und im Norden blieben die Friesen.

Im 8. Jahrhundert brachten die Franken die östlich und nördlich des Unterrheins siedelnden Sachsen und Friesen unter ihre Herrschaft, und unter Karl dem Großen waren die Niederlande fester Bestandteil des Frankenreiches. Durch die Teilung des Frankenreiches im Vertrag von Verdun 843 kam das Gebiet östlich der Schelde um Maas und Niederrhein an das Mittelreich Lothars I. (Lotharingien) und 925 an das Ostfränkische bzw. das im Entstehen begriffene Heilige Römische Reich. Flandern fiel 843 an das Westreich Karls II., des Kahlen, das spätere Frankreich.

In der Folgezeit erlebten die Niederlande einen raschen Aufschwung. Städte und mit ihnen Handel und Handwerk entwickelten sich, und vor dem Hintergrund der immer schwächer werdenden lothringischen Herzogsgewalt bildeten sich im 12. Jahrhundert relativ feste und selbständige Territorien heraus: Im Norden, den heutigen Niederlanden, Holland, Seeland, Geldern und das Bistum Utrecht, im Süden das Bistum Lüttich, Flandern, Hennegau, Brabant, Namur und Limburg. Mit Ausnahme von Flandern gehörten die Niederlande zwar nominell zum Heiligen Römischen Reich, die politische Bindung war jedoch sehr locker; kulturell und wirtschaftlich, d. h. vor allem im Handel, orientierten sich die Niederlande vorwiegend an Frankreich. Niederlande," Microsoft® Encarta

Lothar I
Lothar I
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