Geschichte Peru : Unabhängigkeitskämpfe
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Fotografien Peru |
Nach neuerlichen Abgabenerhöhungen im Jahr 1780 erhob sich die Bevölkerung unter Leitung des peruanischen Patrioten José Gabriel Condorcanqui, der den Namen seines Vorfahren Inka Tupac Amaru angenommen hatte, gegen die spanische Herrschaft. Nach anfänglichen Erfolgen wurde der Aufstand jedoch 1781 niedergeschlagen, und Condorcanqui wurde – wie Tausende seiner revolutionären Anhänger – hingerichtet. Eine weitere Revolte wurde 1814 niedergeschlagen. In der Folgezeit verstärkte sich jedoch die Opposition gegen die Kolonialherrschaft im gesamten spanisch beherrschten Südamerika. Der Widerstand wurde vorwiegend von Südamerikanern spanischer Abstammung angeführt, die es der herrschenden Minderheit seit langem übelnahmen, eine niedrigere Stellung als diese zu haben. |
Die Unabhängigkeit von der spanischen Herrschaft wurde Peru jedoch von außen gebracht. Im September 1820 landete der argentinische Soldat und Patriot José de San Martin, der die spanischen Streitkräfte in Chile besiegt hatte, mit einer Armee in der peruanischen Hafenstadt Pisco. |
Am 12. Juli 1821 zogen San Martins Truppen in der von den spanischen Truppen verlassenen Stadt Lima ein. Die Unabhängigkeit Perus wurde offiziell am 28. Juli 1821 ausgerufen. Der Kampf gegen Spanien wurde später vom Revolutionshelden Venezuelas, Simón Bolívar, weitergeführt, der mit seinen Truppen 1822 nach Peru kam. 1824, in der Schlacht von Junín im August und in der Schlacht von Ayacucho im Dezember, vertrieben Bolívars Streitkräfte die Spanier endgültig und sicherten die Unabhängigkeit Perus. Die folgenden Jahre waren von politischer Instabilität gekennzeichnet. Bolívar verließ 1826 Peru und begab sich nach Großkolumbien. Seine Nachfolger konnten sich jeweils nur wenige Jahre im Amt halten. |
Andrés Santa Cruz regierte bis 1827, als er durch José de La Mar ersetzt wurde, der seinerseits 1829 von Agustín Gamarra abgelöst wurde. Gamarra regierte bis 1833. In der Zwischenzeit war Santa Cruz Präsident von Bolivien geworden, marschierte 1836 in Peru ein, und vereinigte beide Länder zu einem Bundesstaat. |
Dieser hatte aber nur drei Jahre Bestand, und Peru wurde 1839 wieder selbständig. Stabile politische Verhältnisse stellten sich erst 1845 ein, als Ramón Castilla die Präsidentschaft übernahm. Während seiner beiden Amtsperioden (1845-1851 und 1855-1862) führte er viele wichtige Reformen durch, u. a. die Abschaffung der Sklaverei sowie den Bau von Eisenbahnen und Telegrapheneinrichtungen. 1860 verabschiedete er eine liberale Verfassung. Castilla begann ebenfalls mit der Ausbeutung der reichen Guanovorkommen auf den Küsteninseln und der Salpeterlager in der Atacama. Die Besetzung der an Guano reichen Chincha-Inseln durch die Spanier im Jahr 1864 veranlasste Peru zur Kriegserklärung an Spanien. Ecuador, Bolivien und Chile unterstützten Peru, und die spanischen Streitkräfte wurden 1866 geschlagen. Das hierauf |
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Inka-Festung. Encarta |
geschlossene Abkommen von 1879 stellte die erste offizielle Anerkennung der Unabhängigkeit Perus durch Spanien dar. Peru musste im Salpeterkrieg (Pazifischer Krieg) mit Chile (1879-1883) eine schwere Niederlage hinnehmen. Durch diesen Krieg waren die finanziellen Reserven Perus nahezu erschöpft, was in den späteren Beziehungen zwischen beiden Ländern zu ständigen Spannungen führte. In den folgenden 25 Jahren wurde Peru von einer Reihe von Diktatoren regiert. Peru," Microsoft® Encarta |
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