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Geschichte von Rumänien
Fotografien Rumänien

Die bislang ältesten Siedlungen bzw. Siedlungsreste, die man auf dem Gebiet des heutigen Rumänien gefunden hat, stammen aus der Altsteinzeit. Dakien, das Gebiet zwischen Donau, Theiß und Karpatenbogen, wurde seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. von den Dakern besiedelt. Die Daker waren mit den Thrakern verwandt und bildeten mehrere Stämme. Diese fanden erstmals Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. unter König Burebista zu einer Einheit. Erste kriegerische Auseinandersetzungen mit den Römern gab es bereits zur Zeit von Kaiser Augustus. In mehreren Feldzügen in den Jahren 101 bis 106 n. Chr. unterwarf Kaiser Trajan schließlich Dakien und machte es zur römischen Provinz Dacia. Um die Grenzen gegen Überfälle zu sichern, bauten die Römer u. a. eine große Mauer, die vom heutigen Hafen Konstanza am Schwarzen Meer durch die Region Dobrudscha bis zur Donau reichte. Trotz dieser Maßnahmen gelang es ihnen nicht, Dakien auf Dauer zu halten. 256 n. Chr. vertrieben die Goten die Römer aus dem Großteil Dakiens; Kaiser Aurelian gab 271 die Provinz vollständig auf.

In den folgenden Jahrhunderten drangen verschiedene Völker (Hunnen, Gepiden, Awaren und Slawen) in dem Gebiet des heutigen Rumänien ein, bildeten hier die beherrschende Oberschicht, konnten die romanisierte Bevölkerung jedoch nicht verdrängen.

Im 10. Jahrhundert begann die Landnahme der Magyaren, und gegen Ende des 12. Jahrhunderts waren weite Teile Siebenbürgens, der Moldau und der Walachei ungarisch beherrscht. Um 1240 drangen die Mongolen in diese Gebiete vor. Ihr Sieg über die Ungarn bei Mohi (April 1241) besiegelte vorerst die mongolische Herrschaft. Ein lange andauernder Befreiungskampf folgte. 1310 errichteten die Wlachen unter Basarab I. das Fürstentum Walachei, das sich allerdings erst 1330 völlig aus der Abhängigkeit von Ungarn lösen konnte. Das Fürstentum Moldau entstand um 1352 zunächst als ungarisches Lehen; die Unabhängigkeit folgte 1359. Beide Fürstentümer konnten ihren Machtbereich in der Folgezeit erweitern. So erlebte beispielsweise die Walachei um 1410 ihre größte Ausdehnung;

sie erstreckte sich damals auf die fruchtbaren Gebiete der Dobrudscha, Teile Siebenbürgens bis zum Schwarzen Meer. Die Fürstentümer gerieten jedoch zunehmend durch die vom Süden vordringenden Osmanen unter Druck. 1460 wurde die Walachei dem Osmanischen Reich tributpflichtig, Moldau musste 1513 die osmanische Herrschaft anerkennen. Nach dem Sieg der Osmanen unter Süleiman II. über die Ungarn in der Schlacht von Mohács (1526) kam bald auch Siebenbürgen unter osmanische Herrschaft (1541).

Es gab immer wieder Versuche, sich von der osmanischen Herrschaft zu befreien. Um 1600 gelang es beispielsweise dem walachischen Fürsten Michael dem Tapferen, für kurze Zeit sein Land mit der Moldau und Siebenbürgen zu vereinen: Er eroberte 1599 Siebenbürgen und 1600 Moldau, wurde jedoch im darauf folgenden Jahr ermordet. Nach seinem Tod herrschten die Osmanen mit Repressionen und erstickten jeglichen Widerstand im Keim. Siebenbürgen konnte sich als erstes der Donaufürstentümer aus der osmanischen Herrschaft befreien, nachdem die Habsburger in den Türkenkriegen am 12. August 1687 am Berg Harsan bei Mohács das osmanische Heer besiegt hatten. Allerdings wurde Siebenbürgen schon 1691 von Österreich annektiert.

Moldau nahm 1711 in den Russisch-Türkischen Kriegen an der Seite

Sultan Süleiman II.

Sultan Süleiman II.

Russlands am Pruthfeldzug Peters des Großen teil, jedoch wurden die russisch-moldauischen Truppen von den Osmanen geschlagen. Als Antwort auf den Widerstand in der Moldau und der Walachei führten die Osmanen 1711 bzw. 1716 das so genannte Phanariotensystem ein: Vom Sultan eingesetzt regierten nun Phanarioten, zumeist reiche und einflussreiche byzantinische Adelige aus Konstantinopel, als Hospodaren (altslawisch gospodĭ:Herr) die Fürstentümer.
Im weiteren Verlauf der Russisch-Türkischen Kriege verlor das Fürstentum Moldau einiges Territorium, so beispielsweise die Bukowina (1769 russisch, ab 1775 österreichisch) und Bessarabien (ab 1812 russisch). Mit Beginn des Griechischen Unabhängigkeitskrieges brachen 1821 auch in den Donaufürstentümern Aufstände gegen die osmanische Herrschaft aus. Zwar gelang es den Osmanen, die Aufstände in der Walachei und der Moldau niederzuschlagen, aber ihre Macht auf dem Balkan nahm zusehends ab. 1822 wurde das Phanariotensystem in den Fürstentümern abgeschafft, und es kamen wieder einheimische Fürsten auf den Thron. 1829 erhielt Russland durch den Frieden von Adrianopel das Protektorat über die Moldau und die Walachei, und 1831/32 führte es dort mit dem „Organischen Reglement” eine erste moderne Verfassung ein. Die liberale Bewegung, die sich während der Revolutionen von 1848 auch in den Donaufürstentümern erhoben hatte, wurde von russischen und osmanischen Truppen niedergeschlagen. "Rumänien," Microsoft® Encarta
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