Geschichte der Vereinigten Staaten : Die goldenen zwanziger Jahre – Boom und Zusammenbruch
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Innenpolitisch erreichte Wilson 1920 mit dem 19. Zusatz zur Verfassung die Einführung des Frauenwahlrechtes. Dies markierte auch in etwa das Ende der progressiven Reformpolitik. Seine Nachfolger, die Republikaner Warren G. Harding (1921-1923), Calvin Coolidge (1923-1929) und Herbert Clark Hoover (1929-1933), ließen den Kräften der erneut boomenden Wirtschaft dagegen wieder relativ freien Lauf. Neue Industriezweige, wie z. B. die Automobilindustrie und die Elektroindustrie, aber auch die Baubranche hatten enorme Zuwachsraten zu verzeichnen, die infolge von Rationalisierungen steigende Massenproduktion erlaubte Preissenkungen, während zugleich die Löhne stiegen und sich die USA zu einer Konsumgesellschaft mit vergleichsweise hohem Wohlstandsniveau entwickelten. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen der Nachkriegszeit brachten aber auch eine Reihe von sozialen Problemen mit sich. So gewann z. B. der Rassismus weiter an Boden, ebenso die Fremdenfeindlichkeit. 1921 und 1924 begrenzten die USA daher die bisher unbeschränkte Einwanderung per Gesetz drastisch auf jährlich 150 000 Personen; Asiaten durften praktisch überhaupt nicht mehr einwandern, Kanadier und Lateinamerikaner dagegen waren von der Quotenregelung ausgenommen. |
1919 führten die USA mit der Verabschiedung des 18. Verfassungszusatzes die Prohibition ein, das Verbot von Herstellung, Transport und Verkauf von Alkohol. Die von verschiedenen Temperenzbewegungen erhobene Forderung nach Eindämmung oder gar Verbot des Alkoholkonsums war so alt wie die Vereinigten Staaten selbst, und schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts hatten eine ganze Reihe von Bundesstaaten verschiedene Gesetze gegen übermäßigen Alkoholkonsum eingeführt. Bundesweit konnten die interessierten Kreise – primär ländliche, protestantische Bevölkerungskreise – die Prohibition jedoch erst 1919 verwirklichen. Allerdings hatten weder der Bund noch die Bundesstaaten ausreichende Mittel, die Prohibition auch flächendeckend durchzusetzen: |
Schwarzbrennereien, illegaler Verkauf und Ausschank und vor allem die nun rapide ansteigende organisierte Kriminalität erlebten eine Blütezeit. Ab Ende der zwanziger Jahre mehrten sich die Stimmen für eine Aufhebung der Prohibition, die sich inzwischen als Fehlschlag erwiesen hatte; während der Weltwirtschaftskrise sprach zusätzlich das Argument fehlender Steuereinnahmen aus Alkoholproduktion und -verkauf für eine Aufhebung, und 1933 wurde die Prohibition durch den 21. Verfassungszusatz wieder beendet. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta |
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