Geschichte von Ungarn : Herrschaft der Habsburger
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Fotografien Ungarn |
1703 initiierte Franz Rákóczi II. (1676-1735) einen Aufstand gegen die Herrschaft Österreichs, das zu jener Zeit am Spanischen Erbfolgekrieg teilnahm. Bei seinem Vorgehen wurde Rákóczi von Frankreich unterstützt. Er setzte eine provisorische Regierung ein und hielt Österreich bis 1708 aus Ungarn fern, bis er bei Trenčín eine vernichtende Niederlage hinnehmen musste. Der Widerstand dauerte bis zum April 1711, dann bot Kaiser Karl VI. Friedensverhandlungen an. Deren Ergebnis umfasste eine Generalamnestie, Religionsfreiheit und eine Reihe politischer Zugeständnisse. Während der darauf folgenden Jahrzehnte verliefen die Beziehungen zwischen den Habsburgern und ihren ungarischen Untertanen im Allgemeinen ruhig. |
Nach der Französischen Revolution 1789 blieb der überwiegende Teil der Ungarn Österreich gegenüber loyal. Doch bei einem Teil der Bevölkerung wuchs ab 1815 das Streben nach nationaler Unabhängigkeit. |
Unter anderem führte diese Entwicklung zur Gründung der Liberalen Partei. Die liberale Bewegung mit Führern wie den ungarischen Staatsmännern Graf István Széchenyi, József Eötvös, Ferenc Deák, Lajos Kossuth und Lajos Batthyány spiegelte sich auch in dem literarischen Schaffen der Zeit wider. Bei den Reichstagswahlen von 1847 erzielten die fortschrittlichen politischen Gruppierungen Ungarns einen klaren Erfolg. Zunächst ignorierte die österreichische Regierung den Auftrag ihrer Wähler. Als sie aber die innenpolitische Stabilität im März 1848 durch die Revolution in Wien und darauf folgende Aufstände in Ungarn bedroht sah, gab sie den Forderungen der ungarischen Nationalisten nach und genehmigte die Bildung eines ungarischen Ministeriums unter Premierminister Batthyány. |
Mit dem In-Kraft-Treten einiger neuer Gesetze kappte das Ministerium nahezu alle Verbindungen zu Österreich. Ungarisch wurde zur Amtssprache des Landes erklärt. Am 14. April 1849 wurde im Reichstag die Unabhängigkeit Ungarns von den Habsburgern erklärt. |
Österreich konnte den ungarischen Freiheitskampf erst durch russische Militärhilfe im August 1849 niederwerfen. Am 6. Oktober 1849, der auch heute noch ein nationaler Gedenktag ist, wurden Batthyány sowie 13 weitere Revolutionsführer hingerichtet. Diese und weitere harte Vergeltungsmaßnahmen leiteten eine Periode der zentralistischen österreichischen Herrschaft ein, die über ein Jahrzehnt andauerte. 1865 stimmte die kaiserliche Regierung dem Entwurf einer neuen ungarischen Verfassung zu. Bevor dieses Dokument fertig gestellt werden konnte, unterlag Österreich 1866 im Deutschen Krieg Preußen. Dadurch wurde die ungarische Position gestärkt. 1867 wurde Ungarn in Realunion mit Österreich zum selbständigen Königreich erklärt und mit Österreich zu einer Doppelmonarchie unter einem gemeinsamen Herrscher zusammengeschlossen. Die neue Verfassung garantierte Ungarn eine teilweise Autonomie in inneren Angelegenheiten, bei Verteidigungsfragen und in der Außenpolitik. Am 8. Juni 1867 wurde Kaiser Franz Joseph I. zum König von Ungarn gekrönt. Die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn bestand bis zur Niederlage Deutschlands und des Österreichisch-Ungarischen Reiches im 1. Weltkrieg. "Ungarn," Microsoft® Encarta |
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Franz Joseph I |
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