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Die Hugenottenkriege in Frankreich
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Nach Heinrichs Tod 1559 folgte ihm nach kurzer Regierungszeit seines ältesten Sohnes Franz II. (1559/60) sein zweiter Sohn Karl IX. (1560-1574) auf dem Thron. Er stand völlig unter dem Einfluss seiner Mutter Katharina von Medici. Im Interesse des Machterhalts für die Krone lavierte sie zwischen den konfessionellen Parteien und suchte die Situation zu beruhigen; 1562 gewährte sie den Hugenotten sogar Toleranz. Als aber wenig später Herzog Franz I. von Guise unter den Hugenotten das Blutbad von Vassy anrichtete, eskalierten die konfessionellen Spannungen in den Hugenottenkriegen. 1563 schlossen die beiden Parteien den Frieden von Amboise, in dem den Hugenotten Toleranz gewährt und verschiedene Sicherheitsplätze zugestanden wurden. Die folgenden Friedensschlüsse nach den weiteren Phasen des Krieges bestätigten diesen Frieden jeweils mehr oder weniger.

Um den Konflikt zu beruhigen, wurde 1572 Karls Schwester Margarete mit dem hugenottischen König Heinrich von Navarra, dem späteren König Heinrich IV. von Frankreich, verheiratet. Als Katharina unter den anlässlich dieser Hochzeit in Paris versammelten Hugenotten das Blutbad der Bartholomäusnacht hatte anrichten lassen, brach der Religionskrieg erneut mit Gewalt aus; erneut wechselten sich Waffengänge und Friedensschlüsse einander ab.

1585 widerrief Heinrich III. (1574-1589) alle den Hugenotten eingeräumten Rechte und löste damit einen weiteren Krieg aus, der letztendlich die Wende zugunsten der Hugenotten brachte: 1589 schloss Heinrich III. Frieden mit dem Hugenottenführer Heinrich von Navarra;

Heinrich III. wurde daraufhin von einem Anhänger der katholischen Partei ermordet, und Heinrich von Navarra bestieg als Heinrich IV. den französischen Thron.

Er führte den Krieg gegen die Katholiken, die nun auch von Spanien unterstützt wurden, fort, trat allerdings selbst 1593 zum Katholizismus über, um von den Katholiken als König anerkannt zu werden und so die staatliche Einheit Frankreichs zu erhalten; 1594 wurde er unter Zustimmung der Katholiken formell zum König gekrönt. Endgültig beendet wurden die Religionskriege in Frankreich 1598 durch das Edikt von Nantes, das den Hugenotten Toleranz, Gewissens- und Kultusfreiheit sowie 100 Sicherheitsplätze garantierte. Der Krieg gegen das katholische Spanien wurde ebenfalls 1598 beendet.

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Katharina von Medici
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