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Industrie in Finnland
Fotografien Finnland

Finnland verfügt über einige ergiebige Lagerstätten, in denen Kupfer-, Zink-, Eisen- und Nickelerze gewonnen werden. Weitere Bodenschätze sind Chrom-, Blei-, Titan-, Vanadium- und Cobalterze. Zu den häufigsten nichtmetallischen Rohstoffen gehören Granit und Kalkstein.

In Finnlands Industrie nehmen die Holzverarbeitung (z. B. Zellstoff-, Papier- und Möbelindustrie) und die Metallindustrie (u. a. Hüttenindustrie und Metallverarbeitung) Schlüsselrollen ein.

Ferner werden Maschinen, Schiffe, Druckereierzeugnisse, Nahrungs- und Genussmittel, Textilien und chemische Erzeugnisse sowie Glas- und Keramikwaren produziert.

Kernräume des produzierenden Gewerbes sind die küstennahen Regionen im Westen und Süden des Landes. Bedeutende Industriestandorte sind Helsinki, Tampere und Turku.

Der Hauptanteil der Exporterlöse Finnlands werden mit Produkten des Maschinen- und Fahrzeugbaus (rund 38 Prozent) und der verarbeitenden Industrie (etwa 35 Prozent) erzielt. Zu den wichtigsten Importgütern zählen u. a. Maschinen- und Fahrzeugteile, chemische Erzeugnisse, verschiedene Brenn- und Rohstoffe, Lebensmittel und Textilien.

Das Land unterhält rege Handelsbeziehungen zu Schweden, Großbritannien, Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union. Weitere wichtige Handelspartner sind u. a. die Vereinigten Staaten, Japan und Norwegen sowie Russland. Der ausgedehnte Handel mit den Nachfolgestaaten der Sowjetunion hat seit Mitte der neunziger Jahre merklich nachgelassen.

In der Europäischen Freihandelszone (EFTA) wurde Finnland 1961 assoziiertes Mitglied und 1986 Vollmitglied. Am 1. Januar 1995 trat Finnland als Vollmitglied in die Europäische Union ein.

Währungseinheit ist seit dem 1. Januar 2002 der Euro zu 100 Cents, der die Finnmark (1 Fmk = 100 Penniä) als Währung ablöste. Die Bank von Finnland (gegründet 1811) ist die Staatsbank und hat als einzige Bank das Recht, Noten auszugeben.

Ein Netz aus Kanälen, das Finnlands Seen untereinander und mit dem Finnischen Meerbusen verbindet, bietet der Holzindustrie einen preisgünstigen und effizienten Transportweg. Etwa 6 600 Kilometer Binnenwasserwege sind schiffbar; für die Holzflößerei stehen circa 8 200 Kilometer zur Verfügung. Das Schienennetz der staatlich geführten Eisenbahn hat insgesamt eine Länge von rund 5 732 Kilometern (2005). Das 78 158 Kilometer umfassende Straßennetz (2004) ist zu etwa 54 Prozent befestigt. Finnair, die größte staatliche Luftverkehrsgesellschaft, bietet In- und Auslandsflüge an.

Elchwarnschild in Finnland
Elchwarnschild in Finnland. Encarta
Etwa 48,4 Prozent der gesamten Energieproduktion entstammen Wärmekraftwerken, rund 27,1 Prozent werden in Kernkraftwerken und circa 11,7 Prozent in Wasserkraftwerken erzeugt (2003). Zur Deckung des steigenden Energiebedarfes beschloss die finnische Regierung im Januar 2002 den Ausbau der Kernkraft durch den Bau weiterer Reaktoren. Finnland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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