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Industrie, Energie und Verkehr in Griechenland
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Rund 40 Prozent seines gesamten Energiebedarfs deckt Griechenland aus eigenen Quellen – vor allem Braunkohle. 89,2 Prozent des Gesamtbedarfs an elektrischer Energie (2003) erzeugen Wärmekraftwerke durch die Verbrennung von Braunkohle, Erdöl oder Erdgas. 8,6 Prozent des Stromes liefern Wasserkraftwerke (u. a. am Fluss Acheloos). Griechenland strebt eine noch intensivere Nutzung der eigenen Energieressourcen an, um noch weniger von Erdölimporten abhängig zu sein.

Rund 23 Prozent aller Erwerbstätigen sind in der Industrie beschäftigt. In diesem Wirtschaftssegment werden gut 24 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Wichtige Industriezweige sind neben der Lebensmittel- und Textilindustrie, die Metallindustrie, chemische und Erdöl verarbeitende Industrie sowie der Schiffbau. Wichtige Industriestandorte konzentrieren sich z. B. auf die Ballungsgebiete um Athen, Thessaloniki und Patras.

Währungseinheit Griechenlands ist seit dem 1. Januar 2002 der Euro zu 100 Cents, der die Drachme (= 100 Lepta) als offizielle Währung ablöste. Griechenland konnte noch nicht an der Europäischen Währungsunion zum 1. Januar 1999 teilnehmen, da es zu dem Zeitpunkt keines der erforderlichen Konvergenzkriterien erfüllte. Im Mai 2000 stimmte das Europäische Parlament für einen Beitritt Griechenlands zur Europäischen Währungsunion zum 1. Januar 2001.

Dazu werden aufgrund von Trockenheit und fortgeschrittener Bodenerosion häufig nur geringe Erträge erzielt. Wegen des in weiten Teilen gebirgigen Charakters des Landes sind die Voraussetzungen für eine agrarische Nutzung relativ ungünstig. Etwa 20,4 Prozent der Landesfläche werden ackerbaulich genutzt (2005). Tabak zählt zu den Hauptanbauprodukten und trägt rund drei Prozent zu den jährlichen Exporterlösen des Landes bei. Darüber hinaus bedeutend ist der Anbau von Weizen, Gerste, Tomaten, Orangen, Mais, Zuckerrüben, Weintrauben, Oliven, Kartoffeln und Baumwolle.

Griechenlands jährliche Importkosten sind im Allgemeinen höher als die Exporterlöse. Dieses Defizit wird zum Teil durch die Einnahmen aus dem Tourismus und den Überweisungen griechischer Arbeitnehmer im Ausland ausgeglichen. Die griechische Wirtschaft hängt auch in hohem Maß von ausländischen Krediten und Investitionen ab, um die Lücke zwischen den Ausfuhrgewinnen und Einfuhraufwendungen schließen zu können. Eingeführt werden in erster Linie Konsumgüter, Maschinen und Fahrzeuge, Erdöl und Erdölprodukte, Nahrungsmittel und chemische Erzeugnisse sowie Rohstoffe für die Industrie. Wichtige Exportgüter sind u. a. Obst und Gemüse, Oliven und Olivenöl, Bekleidung, Textilien, Felle, Getränke (vor allem Wein), Tabak, Erdölprodukte, nichteisenhaltige Metalle, Eisen und Stahl. Haupthandelspartner sind neben Deutschland, Italien und Japan die Vereinigten Staaten, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien.

Die Gewerkschaften sind in Lokalverbänden nach unterschiedlichen Berufsgruppen organisiert. In jeder Stadt oder industrialisierten Gegend gibt es ein Gewerkschaftszentrum, dem die einzelnen Lokalverbände angehören, und alle Mitglieder einer gleichen Fachgewerkschaft gehören nationalen Verbänden an. Die meisten Gewerkschaftszentren und Verbände stehen unter der Schirmherrschaft der Konföderation der Griechischen Arbeiter.

Esel in Griechenland
Esel in Griechenland. Bild E.Buchot
Das Straßennetz Griechenlands hat eine Länge von 114 931 Kilometern (2004), das Schienennetz eine Länge von 2 576 Kilometern (2005). Besondere wirtschaftliche Bedeutung kommt der Schifffahrt zu; dies gilt sowohl für die Küsten- als auch für die Überseeschifffahrt. Die griechische Handelsflotte gehört zu den größten der Welt. Bedeutende Häfen sind beispielsweise Piräus, der Hafen Athens, Thessaloniki und Volos. Der Kanal von Korinth stellt eine wichtige Verbindung zwischen dem Golf von Korinth und dem Saronischen Golf dar. Die staatliche Fluggesellschaft (Olympic Airways) bietet einen internationalen und einen nationalen Flugdienst. Internationale Flughäfen befinden sich in Athen (Hellinikon), Thessaloniki, Heraklion, Korfu und Rhodos. Der Fremdenverkehr stellt für Griechenlands Wirtschaft eine bedeutende Einnahmequelle dar. Mittlerweile kommen jährlich mehr als elf Millionen Touristen nach Griechenland. Hauptziele sind Athen, die gesamte Inselwelt im Ägäischen und Ionischen Meer sowie die antiken Stätten auf der Peloponnes. "Griechenlands," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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