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Verkehrswesen und Industrie in Indonesien
Fotografien Indonesien

Indonesien ist reich an Bodenschätzen. Neben Erdöl, Erdgas und Zinn gehören Bauxit, Nickel, Kupfer und Steinkohle zu den wichtigen Rohstoffen des Landes. Reiche Vorkommen liegen vor allem auf Sumatra, Java, Borneo und Papua. Die Erdgasförderung beträgt annähernd 70 Milliarden Kubikmeter – diese werden größtenteils zu Flüssiggas weiterverarbeitet. Bei der Gewinnung von Zinn steht Indonesien in der Spitzengruppe der Welt. Ferner sind die Bauxitproduktion mit jährlich 505 800 Tonnen, der Steinkohleabbau mit etwa 2,7 Millionen Tonnen und die Nickelerzförderung mit etwa 1,7 Millionen Tonnen von wirtschaftlicher Bedeutung.

Industrie
Neben der Erdöl- und der Erdgasindustrie haben vor allem Metallgewinnung, Tabakverarbeitung, Nahrungs- und Genussmittelindustrie wirtschaftliche Bedeutung. Ferner gibt es Textilindustrie, Holz- und Papierfabriken, chemische Industrie und Kautschukaufbereitung. Das Kleingewerbe (z. B. Kunsthandwerk, Weberei, Gold- und Silberschmiedehandwerk) ist ebenfalls umfangreich. Die bedeutenden Industriestandorte befinden sich fast ausschließlich auf Java. Weitere Industrieansiedlungen gibt es auf den Inseln Sumatra, Borneo und Celébes.

Die neue Rupiah, im Wert von 1 000 alten Rupiahs, ist seit 1965 die offizielle Währungseinheit von Indonesien. Etwa drei Dutzend Landes- und Regionalbanken gewähren Handels- und Industrieunternehmen Kredite. Das Land verfügt ferner über etwa 80 private Handelsbanken und Zweigstellen ausländischer Banken.

Seit 1964 läuft beinahe der gesamte Import und Export über staatliche Handelsgesellschaften. Erdöl und Erdölerzeugnisse, Erdgas, Holz und Textilien zählen zu den wichtigsten Exportartikeln. Ferner werden u. a. Kaffee, Kautschuk, Zinn, Palmöl, Tabak, Tee und Pfeffer ausgeführt. Zu den wichtigsten Importwaren gehören neben Rohstoffen, Maschinen- und Fahrzeugteilen sowie chemischen Erzeugnissen Eisen, Stahl und Konsumgüter.

Haupthandelspartner von Indonesien sind Japan, die Vereinigten Staaten, Singapur, Länder der Europäischen Union (z. B. Deutschland, Italien), Australien und Südkorea. In der Regel liegen die Jahreseinnahmen aus den Exporten über den Ausgaben für Importe.
Gewerkschaften

Die indonesische Arbeiterbewegung nahm 1908 ihren Anfang, seither sind die Gewerkschaften ein wesentlicher Bestandteil des öffentlichen Lebens. Die größte Gewerkschaftsvereinigung stellt der 1973 gegründete Gesamtindonesische Gewerkschaftsbund dar. Die 40-Stunden-Woche ist in ganz Indonesien eingeführt. In Schlichtungsverfahren werden die Tarife festgelegt. Das Arbeitsrecht aus dem Jahr 1948 und weitere Gesetze legen die Rahmenbedingungen für Kinderarbeit, Frauenarbeit in der Industrie, Arbeitsplätze, Arbeitszeiten und die Zahl der Urlaubstage fest.

Der Schiffsverkehr von Insel zu Insel ist für die indonesische Wirtschaft sehr wichtig. Seit der Unabhängigkeit 1949 haben die Erneuerung und der Ausbau der Werftanlangen nur geringe Fortschritte gemacht.

Diamantenmine in Indonesien
Diamantenmine in Indonesien. Encarta
Die wichtigsten internationalen Handelshäfen liegen in der Nähe von Jakarta und Surabaya auf Java sowie bei Medan auf Sumatra. Auf Borneo und Celébes gibt es kleinere Häfen.
Verkehrswesen
Die Erschließung mit Straßen und Schienen ist nur sehr unzureichend. Es gibt 368 360 Kilometer Straßen (2002), davon sind 58 Prozent asphaltiert (2002). Das Schienennetz des Landes hat eine Länge von 6 458 Kilometern (2003) und umfasst beinahe ausschließlich die Inseln Sumatra, Java und Madura. Die wichtigste internationale Fluglinie ist die staatliche Garuda Indonesian Airways. Die größten Flughäfen liegen bei Jakarta, Medan und Denpasar. Indonesien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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