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Bergbau und Industrie in Nordkorea
Fotografien Nordkorea

Nordkorea ist reich an Bodenschätzen. Neben dem Abbau von Graphit, Stein- und Braunkohle sowie Magnesiumcarbonat (Magnesit) werden z. B. Eisenerze, Gold und Silber sowie Wolfram-, Blei- und Zinkerze gefördert. Kohle und hochwertige Eisenerze bilden die Basis der Schwerindustrie des Landes.

In der Industrie sind 32 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Eisen- und Stahlerzeugung, die Gewinnung weiterer Metalle sowie die chemische Industrie. Der Maschinen- und Fahrzeugbau ist zu einem großen Teil auf den militärischen Bereich beschränkt. Außer der Textilindustrie sind Betriebe der Leichtindustrie kaum vertreten. Wichtige Industriestandorte sind neben der Hauptstadt u. a. Sinuiju und Haeju sowie Wonsan, Hungnam, Ch’ǒngjin und Kimchaek.

2004 wurde die nordkoreanische Außenhandelskammer gegründet. Nordkorea pflegt vor allem Handelsbeziehungen zu China, Südkorea, Japan, Thailand und Indien.

Hauptexportgüter sind u. a. Eisenerz und verschiedene Nichteisenmetalle (Gold, Silber, Blei, Zink), ferner Magnesiumcarbonat und Zement sowie Textilien und Waffen. Neben Erdöl, Brennstoffen und Schmiermitteln stellen Maschinen und Anlagen, Fahrzeuge, Lebensmittel und Düngemittel die Hauptimportgüter dar. Die Handelsbilanz ist negativ.

Die nordkoreanische Währungseinheit ist der Won (= 100 Chon). Mit der Herausgabe der Banknoten ist die Koreanische Zentralbank beauftragt. Daneben gibt es in Nordkorea drei volkseigene Banken.

Das Eisenbahnnetz ist auf nahezu der gesamten Streckenlänge von 5 550 Kilometern elektrifiziert. Es besitzt direkte Verbindungen mit China und Russland. Die Länge des Straßennetzes beträgt 31 200 Kilometer (1999), davon sind 6 Prozent befestigt. Der Fluss Taedong ist wichtig für den Binnenhandel. Zu den größten Häfen gehören Haeju an der Westküste sowie Ch’ǒngjin und Wonsan an der Ostküste.

Ernteschäden in Nordkorea
Ernteschäden in Nordkorea. Encarta
Durch Wasserkraft werden in Nordkorea 56,2 Prozent des Stromes erzeugt (2003). Den restlichen Bedarf sollen vorwiegend Kohlekraftwerke decken, was verschiedenen Quellen zufolge jedoch nicht gelingt. Das seit 1995 geplante Vorhaben zwischen Nord- und Südkorea zum Bau von zwei Leichtwasserreaktoren auf dem Gebiet der Volksrepublik (Kedo-Projekt) wurde 2006 mit der Begründung eingestellt, Nordkorea habe sein militärisches Atomprogramm nicht wie vereinbart eingefroren. Nordkorea," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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