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Industrie und Energie in Rumänien
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Das Land verfügt über bedeutende mineralische Bodenschätze, insbesondere Erdöl, Erdgas, Kohle, Eisenerz, Kupfererz, Bauxit, Manganerz, Zinkerz und Salz. Das Hauptfördergebiet für Erdöl ist Ploieşti. In den frühen achtziger Jahren wurden wichtige neue Erdölvorkommen im Schwarzen Meer entdeckt. Rumänien ist eines der bedeutendsten Förderländer für Erdöl und Erdgas in Europa. Das Westsiebenbürgische Gebirge (Bihorgebirge) besitzt Lagerstätten an Steinkohle und Eisenerz, außerdem verfügt Rumänien landesweit über Vorkommen von Braunkohle. Große Salzlagerstätten befinden sich in den Karpaten.

Rumäniens Wirtschaftspolitik nach dem 2. Weltkrieg war durch die Forcierung der Industrialisierung, mit besonderem Gewicht auf dem Ausbau der Schwerindustrie (vor allem Maschinenbau) und chemischen Industrie gekennzeichnet.

Werften gibt es u. a. in Konstanza und Mangalia am Schwarzen Meer. Von geringerer Bedeutung war die Entwicklung der Konsumgüterindustrie. Neben der Rohstahlproduktion gehören chemische Düngemittel, Zement, Rundfunkgeräte und Fernseher, Kraftfahrzeuge, Nahrungsmittel, Gummiprodukte, Baumwoll-, Woll- und Seidenwaren, Bekleidung, Schuhe und Kühlschränke zu den wichtigeren Industrieerzeugnissen. 30 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Industrie beschäftigt.

Rumäniens Währungseinheit ist der Leu (Mehrzahl: Lei), der sich in 100 Bani aufteilt. Die Nationalbank (1880) ist die Notenbank, die alle Finanzgeschäfte der staatlichen Unternehmen überwacht. Rumänien besitzt zudem eine Agrarbank, eine Investmentbank sowie Sparkassen und Depositenbanken.

Die Handelsbilanz Rumäniens ist negativ. Hauptexportgüter sind Brennstoffe, Maschinen, Möbel, Textilwaren und chemische Erzeugnisse. Importiert werden vor allem Rohstoffe und Industriemaschinen. Die bedeutendsten Handelspartner sind Deutschland, Italien, Russland und Frankreich.

Das Straßennetz hat eine Länge von 198 817 Kilometern, das Eisenbahnnetz umfasst 10 781 Kilometer. Die wichtigsten Seehäfen sind Konstanza am Schwarzen Meer sowie Galaţi und Brăila an der unteren Donau; Giurgiu, mit einer Pipeline zu den wichtigsten Erdölfeldern verbunden, ist ein wichtiger Flusshafen. Ein 1984 eröffneter Kanal verbindet Konstanza mit dem Donauhafen Cernavodă. Die staatlichen Fluggesellschaften TAROM und LAR bieten Luftverbindungen zwischen Bukarest und anderen Städten in Rumänien und im Ausland.

Bevorzugte Ziele des internationalen Fremdenverkehrs sind die Küstenregion am Schwarzen Meer mit den Badeorten Mamaia, Eforie und Mangalia sowie das wegen seiner reichen Tierwelt bekannte Donaudelta. Die Karpaten, in denen es mehrere Wintersportorte gibt, sind gut durch Wanderwege erschlossen. Zudem gibt es zahlreiche Heilbäder mit Thermal- und Mineralquellen.

60,46 Prozent der Energie werden aus der Verbrennung von Erdöl, Erdgas und Kohle gewonnen; 30,76 Prozent liefern Wasserkraftwerke und 8,78 Prozent das einzige Kernkraftwerk in Cernavoda (2003). Das größte Wasserkraftwerk ist das Eiserne-Tor-I-Projekt (ein Gemeinschaftsprojekt mit Serbien und Montenegro) an der Donau. Die Stromerzeugung ist nicht ausreichend, häufige Stromabschaltungen sind die Folge. "Rumänien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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