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Industrie und Handwerk in Syrien
Fotografien Syrien

Die bedeutendsten Bodenschätze Syriens sind Erdöl und Erdgas. Zwei große Lagerstätten befinden sich im Nordosten, nahe der Grenze zum Irak, eine weitere liegt im Landesinneren. Ein Großteil der Fördermengen geht in den Export. Bei Palmyra werden seit 1973 Phosphate abgebaut.

Traditionelle Industriezweige Syriens sind die Textilindustrie und die Verarbeitung von Agrarprodukten. Immerhin machen Nahrungsmittel und Textilien über ein Fünftel des gesamten Exportvolumens aus. Die Förderung und Raffination von Erdöl nimmt eine Schlüsselposition ein. Seit Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts gewinnt auch die Förderung von Erdgas an Bedeutung. Weitere Branchen sind die chemische Industrie sowie der Fahrzeug- und Maschinenbau.

Das Kunsthandwerk hat in Syrien ebenfalls Tradition und ist weltberühmt. Seit Jahrhunderten ist das Land wegen seiner feinen Silberbrokatarbeiten und Teppiche sowie durch kunstvolle Metallarbeiten bekannt.

41 Prozent des Energiebedarfs decken Wasserkraftwerke, der Rest wird in konventionellen Wärmekraftwerken erzeugt. Der jährliche Stromverbrauch beläuft sich auf 25,3 Milliarden Kilowattstunden. Die Währungseinheit ist das Syrische Pfund zu 100 Piastres. Die syrischen Banken wurden früher von ausländischen Gesellschaften kontrolliert. Nach der Erlangung der vollständigen Unabhängigkeit 1946 wurden die Bankgeschäfte überwiegend von Banken durchgeführt, die sich in syrischem Besitz befanden.

Bis 1956 wurde die Währung von der größten Handelsbank in Syrien ausgegeben, der in französischem Besitz befindlichen Banque de Syrie et du Liban. Später richtete die syrische Regierung eine neue, staatseigene Bank ein, die Zentralbank von Syrien, und übertrug ihr u. a. die Aufgabe, die Währung des Landes auszugeben.

Hauptexportgüter Syriens sind Rohöl, Nahrungsmittel, Baumwolle und Textilprodukte. Eingeführt werden auf dem heimischen Markt nicht erhältliche Nahrungsmittel, Metalle und Metallwaren sowie Maschinen und Fahrzeuge. Wichtige Handelspartner des Landes sind u. a. Italien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, der Libanon, Saudi-Arabien und die Türkei.

Das Eisenbahnnetz Syriens ist 2 702 Kilometer (2005) lang und verbindet die wichtigsten Städte des Landes. Es erstreckt sich, mit Ausnahme von Israel, bis an die Grenzen aller Nachbarländer. Relativ neue Strecken verlaufen von Homs nach Damaskus, von Damaskus nach Aleppo und von Tartus nach Latakia.

Gegensatz zwischen Moderne und Tradition
Gegensatz zwischen Moderne und Tradition. Encarta
Das Straßennetz umfasst 94 890 Kilometer (2004), wovon 14 Prozent asphaltiert sind. Latakia ist der wichtigste Seehafen, die Hafenanlagen bei Tartus wurden in den achtziger Jahren erbaut. Nationale Fluglinie ist die Syrian Arab Airline; der bedeutendste internationale Flughafen liegt in Damaskus. "Syrien" Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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