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Die Industrien und die Energien in Österreich
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Die Industrie konzentriert sich in erster Linie auf die Landeshauptstädte und die wichtigsten Verkehrsachsen im Traisen- und Ybbstal sowie in der Mur-Mürz-Furche. Betriebe der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sind im gesamten Land verbreitet, während sich die Textil- und Bekleidungsindustrie hauptsächlich in und um Wien angesiedelt hat. Für die Eisen- und Stahlindustrie ist Linz, für den Fahrzeugbau Steyr der wichtigste Produktionsstandort. Chemische Erzeugnisse und Erdölprodukte werden in Linz, Sankt Pölten, Schwechat und Traiskirchen hergestellt.

Offizielle Währungseinheit ist seit dem 1. Januar 2002 der Euro zu 100 Cents, der den Österreichischen Schilling (Kürzel: ATS) zu 100 Groschen als alleiniges Zahlungsmittel ablöste. In einer (freiwilligen) Übergangsphase wurde der Schilling noch bis März bzw. April 2002 vom Einzelhandel angenommen und kostenlos von den Banken in Euro umgetauscht.

Spätestens ab April 2002 ist der Umtausch nur noch bei der Österreichischen Nationalbank und der Münze Österreich möglich. Ab dem 1. Juli 2002 wird der Österreichische Schilling ungültig.

Die bislang schon größte österreichische Bank, die Bank Austria, übernahm im Januar 1997 für rund 17,5 Milliarden Schilling (etwa 1,27 Milliarden Euro) die Creditanstalt-Bankverein AG (CA) und gehört damit fortan zu den dreißig größten Bankhäusern Europas. Über diese beiden Großbanken werden rund 70 Prozent aller in Österreich getätigten kommerziellen Bankgeschäfte und etwa 80 Prozent des Wiener Börsenhandels abgewickelt. Die Bank Austria war 1991 durch eine Fusion aus der Wiener Zentralsparkasse und der österreichischen Länderbank entstanden.

Die Handelsbilanz Österreichs ist negativ; die Kosten für Importe übersteigen die Erlöse aus dem Export. Maschinen, Kraftfahrzeuge, Rohstoffe, Konsumgüter und chemische Erzeugnisse sind die Haupteinfuhrgüter.

Zu den wichtigsten Exportartikeln zählen Maschinen, Eisen und Stahl, Textilien, Motoren- und Motorenteile sowie Metallwaren. Deutschland ist zugleich der größte Markt und der größte Lieferant für die österreichische Industrie. Weitere bedeutende Handelspartner sind Italien und andere Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Japan, die Vereinigten Staaten, die Schweiz und Ungarn.

Österreich verfügt über ein hoch entwickeltes Schienen-, Luftfahrt-, Wasser- und Straßenverkehrsnetz. Die Schifffahrt beschränkt sich hauptsächlich auf die Donau. Die Donaudampfschiffahrts-Gesellschaft, das größte Schifffahrtsunternehmen des Landes, befördert Frachtgut und Personen. Die Flughäfen des Landes werden von vielen internationalen Fluglinien angeflogen.

Tourismus in Österreich

Tourismus in Österreich. Encarta

Der Flugverkehr konzentriert sich hauptsächlich auf Schwechat in der Nähe von Wien. Austrian Airlines, die ehemals staatliche Fluglinie, fliegt europäische und inländische Routen. Als wichtiges Transitland verfügt Österreich über zahlreiche Alpenpässe. Vor allem die Nord-Süd-Achsen (u. a. Brennerpass und Tauern-Autobahn) werden durch den Güter- und Reiseverkehr von Mittel- nach Süd- und Südosteuropa stark befahren. Insgesamt umfasst das Straßennetz rund 133 900 Kilometer (2003), das Schienennetz erstreckt sich über 5 781 Kilometer (2005).
Das kulturelle Angebot und die Vielzahl der Erholungsmöglichkeiten ziehen alljährlich eine große Anzahl von Touristen nach Österreich, so dass der Fremdenverkehr ein bedeutender Wirtschaftszweig geworden ist. Neben den Alpen sind vor allem die größeren Städte bevorzugte Reiseziele der Besucher (1999 rund 17,6 Millionen Auslandsgäste), von denen mehr als die Hälfte aus Deutschland kommen. Österreich betreibt zahlreiche Wasserkraftwerke, die 58,9 Prozent des Strombedarfs des Landes decken (2003). Der restliche Teil wird überwiegend in Wärmekraftwerken erzeugt. Die Nutzung der Kernenergie wurde durch Volksentscheid im Jahr 1978 abgelehnt. "Österreich," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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