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Kubanische Geschichte : Instabile Verhältnisse
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Nach dem 1. Weltkrieg kennzeichneten zunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten die Situation des Landes. Der Liberale Gerardo Machado y Morales, seit 1925 Präsident von Kuba, suchte die Wirtschaft durch verschiedene Maßnahmen wie z. B. Staatskredite zu stabilisieren, allerdings ohne Erfolg, im Gegenteil: Die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechterten sich zusehends, und die Weltwirtschaftskrise von 1929 schließlich hatte verheerende Auswirkungen auf die monokulturell ausgerichtete Wirtschaft des Landes; weite Teile der Bevölkerung verarmten, die Aversion gegen das ausländische Kapital nahm sichtbar zu. Angesichts der immensen wirtschaftlichen und sozialen Probleme griff Machado mehr und mehr zu diktatorischen Maßnahmen. Ein blutig unterdrückter Aufstand im August 1933, den auch die kubanische Armee unterstützte, und ein anschließender Generalstreik zwang Machado schließlich ins Exil.

Dem Sturz Machados im August 1933 folgte eine lange Phase innerer Unruhen. Machados Nachfolger im Präsidentenamt, Carlos Manuel de Céspedes y Quesada, wurde nach nur einem Monat durch einen Übergangspräsidenten, Ramón Grau San Martín, ersetzt.

Grau San Martín leitete eine ganze Reihe Reformen ein: Er führte den Acht-Stunden-Tag ein, schuf ein Arbeitsministerium, begrenzte den Zustrom ausländischer Arbeitskräfte, widerrief das Platt-Amendment. Im Gegenzug verweigerten ihm die USA die Anerkennung. Im Januar 1934 wurde Grau San Martín gestürzt; maßgeblich an seinem Sturz beteiligt war Fulgencio Batista y Zaldívar, der unterdessen das gesamte kubanische Militär unter seine Kontrolle gebracht und sich zum eigentlichen Machthaber in Kuba aufgeschwungen hatte; er installierte nun Carlos Mendieta als neuen Präsidenten.

Mendieta unterzeichnete am 29. Mai 1934 ein Abkommen mit den USA, das das Platt-Amendment nun formell aufhob, den USA aber seinen Militärstützpunkt auf Kuba beließ.

Im August folgte ein kubanisch-amerikanisches Wirtschaftsabkommen, das der kubanischen Zuckerindustrie zu einem enormen Aufschwung verhalf. Der Wirtschaftsaufschwung brachte jedoch auch neue Arbeitsbedingungen mit sich, die wiederum zu einer ganzen Reihe von Streiks führten.

Im März 1935 schlug Batista die Streiks und Unruhen nieder. Im Dezember 1935 trat Mendieta zurück, und im Januar 1936 wurde Miguel Mariano Gómez zum Präsidenten gewählt. Bei dieser Wahl hatten im Übrigen erstmals auch die Frauen das Wahlrecht. Im Dezember 1936 wurde Gómez durch ein von Batista forciertes Amtsenthebungsverfahren abgesetzt; sein Nachfolger für den Rest der Amtszeit wurde der bisherige Vizepräsident Federico Laredo Brú. Laredo Brú leitete ein Reformprogramm ein, das sich vor allem zugunsten der kleinen Landbesitzer und der Landarbeiter auswirkte; das Sozialsystem wurde ausgebaut, oppositionelle Parteien wurden zugelassen, und der Gewerkschaftsverband Confederación de Trabajadores de Cuba (CTC) wurde gegründet.

1940 stellte sich Batista selbst zur Wahl für das Präsidentenamt und wurde, gestützt u. a. auf die Kommunistische Partei Kubas, gegen Grau San Martín zum Präsidenten gewählt. Batista setzte die sozialen Reformen fort; entgegen kam ihm dabei der fortgesetzte Aufschwung der Zuckerindustrie: Die Produktion stieg weiter an, und die

Fulgencio Batista

Fulgencio Batista

USA kauften zeitweise die gesamte kubanische Zuckerproduktion zu relativ hohen Preisen und niedrigen Zöllen auf. 1940 setzte Batista eine neue Verfassung in Kraft.
Obwohl Batistas Regierung durch wirtschaftlichen, allerdings weitgehend auf der Zuckerindustrie basierenden Aufschwung und relative innere Stabilität gekennzeichnet war, gewann die Präsidentschaftswahlen von 1944 nicht Batistas Kandidat, sondern Grau San Martín, gestützt auf eine breite Koalition seiner eigenen Partei, der Konservativen Republikaner (den so genannten Auténticos), mit u. a. den Kommunisten. Grau San Martíns erstes Amtsjahr war durch eine Reihe von Krisen, die u. a. auf Lebensmittelknappheit zurückzuführen waren, gekennzeichnet. 1946 konnte er den USA höhere Zuckerpreise abhandeln und gewann so wieder an Popularität. 1948 trat Kuba der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) bei. Durch Schwankungen der Weltzuckerpreise und eine steigende Inflation war die politische Situation in der Nachkriegszeit instabil. 1948 wurde Carlos Prio Socarrás, Mitglied der Auténticos und Kabinettsminister unter Grau San Martín, zum Präsidenten gewählt. Es gelang ihm jedoch nicht, die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren; die Inflation und damit die Lebenshaltungskosten stiegen rasch an, Unruhen und Gewalt kennzeichneten die politische Lage des Landes. Kuba," Microsoft® Encarta
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