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Die japanische Bevölkerung
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Die Einwohnerzahl beträgt rund 127,29 Millionen (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 340 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Bevölkerung ist überaus homogen zusammengesetzt; mehr als 99 Prozent der Bewohner des Landes sind Japaner. Unter den nahezu eine Million Ausländern stellen Koreaner den größten Anteil, daneben lebt in Japan auch eine jeweils größere Anzahl von Chinesen, US-Amerikanern und Filipinos. Die Ainu, die wie die Japaner ebenfalls sehr früh Teile des Archipels besiedelten, leben heute überwiegend auf Hokkaido. Die traditionelle Kultur der Ainu ist jedoch zunehmend im Verschwinden begriffen.

Der Urbanisierungsgrad ist in Japan sehr hoch; 66 Prozent der Bevölkerung leben in Städten (2005). Das Bevölkerungswachstum beträgt durchschnittlich -0,14 Prozent im Jahr (2008). Die mittlere Lebenserwartung liegt für Männer bei 78,7 Jahren und für Frauen bei 85,6 Jahren (2008).

Tokyo, das Finanz- und Wirtschaftszentrum des Landes, hat eine Einwohnerzahl von 8,34 Millionen (2007); in der Agglomeration leben rund 35 Millionen Menschen. Weitere große Städte sind Yokohama (3,56 Millionen Einwohner) mit einem bedeutenden Seehafen und Werften, ein Industriezentrum, das sich überwiegend auf chemische Produkte, Maschinenbau, Metall- und Rohölprodukte konzentriert; Osaka (2,51 Millionen Einwohner) mit einem wichtigen Seehafen und Flugplatz ist eines der größten Bankzentren Japans; Nagoya (2,15 Millionen Einwohner) ist ein Produktionszentrum mit Schwerpunkt auf Lackprodukten, Textilien und Tonwaren; Kyoto (1,39 Millionen Einwohner) ist die historische Hauptstadt des Landes, ein Zentrum der Schwerindustrie und berühmt wegen seiner kunsthandwerklichen Produkte, einschließlich Seidenbrokat und Textilien; Kobe (1,50 Millionen Einwohner) ist mit seinen vielen Werften der wichtigste Seehafen und weltweit der zweitgrößte Güterumschlaghafen. Neben diesen wichtigen Städten gibt es 75 weitere Städte mit einer Einwohnerzahl von mehr als 250 000.

Die Amtssprache ist Japanisch. Als internationale Geschäftssprache dient auch Englisch, das viele Japaner beherrschen. Obwohl das gesprochene Japanisch nur entfernt mit dem gesprochenen Chinesisch verwandt ist, gibt es in der japanischen Schrift viele chinesische Zeichen, die schon vor langer Zeit übernommen wurden. Die Japaner verwenden zwei phonetische Alphabete, Hiragana und Katakana, deren Zeichen Vereinfachungen chinesischer Zeichen sind. Ein drittes phonetisches Alphabet, das als Rōmaji bezeichnet wird, besteht aus lateinischen Buchstaben.

Die Glaubensrichtung mit den meisten Anhängern in Japan ist der Shintoismus, eine Religion, die auf Ahnenkult und Verehrung von Naturgottheiten basiert. Sie teilt sich in über 200 verschiedene Richtungen auf.

aneben ist in Japan auch der Buddhismus mit ebenfalls mehr als 200 unterschiedlichen Strömungen stark vertreten, von denen besonders die des Soka-gakkai zu erwähnen ist. Zum Christentum bekennen sich lediglich 4 Prozent der Bevölkerung. Charakteristisch für die Japaner ist, dass sie häufig mehreren Religionen angehören. So bekennt sich etwa die Mehrheit der Shintoisten auch zum Buddhismus. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Shintoismus zur Staatsreligion, wobei dem Kaiser als Gott geopfert wurde und die Japaner sich göttlicher Abstammung wähnten. Alle Japaner, unabhängig von ihrer jeweiligen Glaubensrichtung, mussten damals in shintoistischen Schreinen opfern. 1946 schafften die alliierten Besatzungsmächte den Shintoismus in dieser Form ab. Am 1. Januar 1946 musste Kaiser Hirohito öffentlich auf alle Göttlichkeitsansprüche

Osaka in Japan
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verzichten. Die 1947 verabschiedete Verfassung stellte die absolute Religionsfreiheit wieder her und beendete damit die Funktion des Shintoismus als Staatsreligion. "Japan," Microsoft® Encarta
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