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Geschichte von Israel : Der Jom-Kippur-Krieg und die Folgen
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Israel zeigte sich nach dem Sechstagekrieg unbeeindruckt von allen UN-Resolutionen, in denen es zum Rückzug aus den besetzten Gebieten aufgefordert wurde, und auch die diplomatischen Bemühungen des seit 1970 amtierenden ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat, das Nahostproblem zu lösen, fruchteten nichts. Daher rüstete Sadat, unbemerkt von Israel, aber unterstützt von der Sowjetunion und mitfinanziert von den reichen Ölstaaten Saudi-Arabien und Kuwait, die ägyptische Armee massiv auf und verbündete sich mit Syrien, mit dem Ziel, die 1967 verlorenen Gebiete auf militärischem Wege zurückzugewinnen.

Am 6. Oktober 1973, dem jüdischen Versöhnungsfest Jom Kippur, griffen Ägypten und Syrien in einer koordinierten Aktion das völlig unvorbereitete Israel im Süden und im Norden an. Die arabischen Verbündeten konnten beachtliche Anfangserfolge für sich verbuchen, drangen auf den Golanhöhen und auf der Sinai-Halbinsel gegen die israelische Grenze vor, wurden aber von Israel an allen Fronten wieder zurückgeschlagen (4. Arabisch-Israelischer Krieg/Nahostkrieg bzw. Jom-Kippur-Krieg). Unter Vermittlung der USA und der Vereinten Nationen, die eine Friedenstruppe von 7 000 Mann bereitstellten, sowie auf Druck der Sowjetunion kam es am 22. bzw. 24. Oktober zu einem Waffenstillstand mit Syrien bzw. Ägypten, und am 11. November 1973 unterzeichneten Israel und Ägypten ein Waffenstillstandsabkommen.

Der Einsatz der westlichen Industrienationen, allen voran der USA, für eine möglichst rasche Beendigung des Krieges wurde nicht zuletzt auch durch das Ölembargo forciert, mit dem die arabischen Ölförderländer in Solidarität mit Syrien und Ägypten die westlichen, Israel unterstützenden Länder belegt hatten.

Nach dem Jom-Kippur-Krieg suchte der amerikanische Außenminister Henry Kissinger eine Friedensregelung zwischen Israel auf der einen, Ägypten und Syrien auf der anderen Seite zu vermitteln. Ergebnis der Verhandlungen war, dass sich die israelischen Truppen 1974 aus dem westlichen Teil der Sinai-Halbinsel und aus den Gebieten östlich der Golanhöhen zurückzogen.

Als Folge des Jom-Kippur-Krieges war Israel wirtschaftlich und militärisch geschwächt. Dank umfangreicher wirtschaftlicher und militärischer Hilfe aus den USA konnten zwar die Kräfteverhältnisse in der Region erhalten, die Wirtschaftskrise aber nicht abgewendet werden. Neben der Wirtschaftskrise hatte der Jom-Kippur-Krieg auch eine schwere innenpolitische Krise zur Folge: Man lastete letztlich der von

Jom-Kippur-Krieg
Jom-Kippur-Krieg. Encarta
Ministerpräsidentin Golda Meir geführten Regierung die Verantwortung für die israelische Niederlage an; Meir zog die Konsequenz und trat 1974 zurück. Ihr Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten wurde Itzhak Rabin, Stabschef der Armee während des Sechstagekrieges und ebenfalls Mitglied der Arbeitspartei. Doch auch ihm gelang es nicht, Inflation und Wirtschaftskrise wirksam zu bekämpfen. "Israel," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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