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Geschichte Marokkos : Kampf um die Unabhängigkeit
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Der bewaffnete Kampf der Einheimischen gegen die Fremdherrschaft begann 1920 in Spanisch-Marokko mit einem Aufstand der berberischen Rifkabylen. Ihr Anführer Abd el-Krim rief zum Heiligen Krieg auf und errichtete 1921 eine „Republik Er Rif”, der er als Präsident mit dem Titel eines Emirs vorstand. Es war ihm bereits gelungen, einen Großteil der Besatzer zu vertreiben, ehe die Kolonialmächte Frankreich und Spanien in einem gemeinsamen Feldzug mit 200 000 Soldaten unter dem Kommando von Marschall Philippe Pétain und José Sanjurjo den Aufstand 1926 gewaltsam niederschlugen.

Versuche der Franzosen, Araber und Berber gegeneinander auszuspielen und zu entzweien, trugen in den dreißiger Jahren wesentlich zur Herausbildung eines marokkanischen Nationalbewusstseins bei. Dieses manifestierte sich in Organisationen wie demParti de la Réforme (PR) in der spanischen und dem Koutla de l’Action Nationale („Nationaler Aktionsblock”) in der französischen Zone. Dem Koutla-Generalsekretär Allal el-Fassi gelang es, eine Volksbewegung zu mobilisieren, die 1944 die ultranationalistische „Unabhängigkeitspartei” Parti de l’Istiqlal (PI) hervorbrachte. Befördert wurde diese Entwicklung durch den Verlauf des 2. Weltkrieges: zum einen durch die Landung von US-Truppen im November 1942 und die damit verbundene Hoffnung auf ein baldiges Ende der restriktiven Kollaborationsregierung Pétain (Vichy-Regierung) in Frankreich, der Marokko den Deutschen als Aufmarschgebiet überantwortet hatte;

zum anderen durch den antiimperialistischen Grundtenor der Atlantikcharta. Nachdem sich entsprechende Äußerungen der französischen Exilregierung unter General Charles de Gaulle nach dem Krieg nur als Lippenbekenntnisse erwiesen, machte sich der lediglich noch formal herrschende Alawiten-Sultan Sidi Mohammed ibn Jussuf, der in jungen Jahren als Marionette der europäischen „Schutzmächte” gegolten hatte, die Forderungen der Nationalisten nach Selbständigkeit, Reformen und Demokratisierung zu eigen. Damit förderte er auch die Akzeptanz der arabisch dominierten Istiqlal bei der berberischen Landbevölkerung. "Marokko" Microsoft® Encarta

Landung bei Alhucemas
Landung bei Alhucemas
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