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Geschichte von Frankreich : Die Karolinger
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Die Königssalbung durch den Papst begründete nicht nur das enge Verhältnis zwischen karolingischem Königtum und dem Papsttum, sondern es war auch eine der Grundlagen für den Aufstieg der Karolinger zum Kaisertum. Zur Festigung dieses Verhältnisses trugen auch die beiden Feldzüge Pippins 754 und 756 zur Unterstützung des Papstes gegen die Langobarden in Oberitalien bei sowie die so genannte Pippin’sche Schenkung an das Papsttum.

Nach Pippins Tod 768 wurde das Karolingerreich unter seinen Söhnen Karl und Karlmann aufgeteilt, und nach Karlmanns Tod 771 übernahm Karl die Herrschaft im Gesamtreich.

Die Jahre bis zu Karls Kaiserkrönung 800 waren geprägt von Kriegen in den Randgebieten seines Reiches: 773/774 besiegte Karl die Langobarden und nahm den Titel eines Königs der Langobarden an; 778 zog er gegen das arabische Spanien, brachte Nordspanien unter seine Gewalt und errichtete die Spanische Mark; 788 besiegte er die Baiern, anschließend die Awaren und richtete dort die Awarische Mark ein; seit 772 führte er einen langwierigen Krieg gegen die Sachsen, der 804 mit deren Unterwerfung und Christianisierung endete.

Am Weihnachtstag des Jahres 800 wurde Karl in Rom von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Mit der Kaiserkrönung wurde das seit 476 vakante (west-)römische Kaisertum erneuert; zudem spiegelte der Kaisertitel Karls Machtposition als unangefochtener Herrscher über weite Teile West- und Mitteleuropas wider. Zur Verwaltung seines riesigen Reiches errichtete Karl ein umfassendes Verwaltungssystem; zudem förderte er Kunst und Kultur, versammelte zahlreiche Gelehrte an seinem Hof und ließ seine bevorzugte Residenz Aachen ausbauen. Bei all dem griff Karl auf antikes römisches Erbe zurück und wirkte damit nicht nur nachhaltig auf die Entwicklung Frankreichs, sondern Europas insgesamt. Nach dem Tod Karls des Großen 814 übernahm dessen Sohn Ludwig der Fromme die Herrschaft im Karolingerreich.

Bereits zu Ludwigs Lebzeiten kam es zu heftigen Auseinandersetzungen unter seinen Söhnen Lothar I., Ludwig II., später „der Deutsche” genannt, Pippin von Aquitanien und Karl II., dem Kahlen, um die Aufteilung des Frankenreiches. Nach dem Tod Ludwigs des Frommen im Jahr 840 teilten seine drei überlebenden Söhne 843 das Reich im Vertrag von Verdun untereinander auf. Der Vertrag von Verdun markierte den endgültigen Zerfall des Frankenreiches und leitete den Prozess der Verselbständigung des späteren Heiligen Römischen Reiches und des Königreiches Frankreich ein. Den westlichen Teil des Frankenreiches, also das Gebiet östlich der Linie Schelde-Maas-Saône-Rhône, erhielt durch den Vertrag von Verdun Karl der Kahle.

Karl der Kahle war ein schwacher Herrscher. Der Adel löste sich zunehmend aus der Abhängigkeit vom Königtum, zudem schwächten die wiederholten Normanneneinfälle das Königtum noch weiter und stärkten den Adel, der die Hauptlast des Abwehrkampfes gegen die Normannen trug.

885 vereinigte Karl III., der Dicke, das gesamte Karolingerreich nochmals in einer Hand; nach dessen Tod 888 wurde im Westfränkischen Reich als erster Nichtkarolinger und erster Kapetinger Odo, Graf von Paris, zum König gewählt. Er hatte 885/886 Paris gegen die Normannen verteidigt. Die Anhänger der Karolinger erhoben 893 Karl III., den Einfältigen, einen Enkel Karls des Kahlen, zum Gegenkönig. Odo besiegte Karl den Einfältigen 897, designierte ihn aber dennoch zu seinem Nachfolger, und nach Odos Tod 898 übernahm Karl der Einfältige die Königsmacht im Westfränkischen Reich. Allerdings war seine Macht auf ein relativ kleines Gebiet um Laon im

Frankenreich um 800
Frankenreich um 800. Encarta
Nordosten beschränkt. Die folgenden knapp hundert Jahre bis zum Tod des letzten westfränkischen Karolingers Ludwig V. 987 waren geprägt von ständigen, zum Teil kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Karolingern und Kapetingern um den westfränkischen/französischen Thron.
Die innere Schwäche des Königtums zog weiteren Machtverlust nach sich: 911 musste Karl der Einfältige die Normannen, die sich an der unteren Seine niedergelassen hatten, mit dem besetzten Land, der Normandie, belehnen, und 925 musste er Lothringen, das sich erst 911 dem Westfränkischen Reich angeschlossen hatte, dem in seiner Staatsbildung wesentlich weiter fortgeschrittenen Heiligen Römischen Reich überlassen. "Frankreich" Microsoft® Encarta
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