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Geschichte Costa Ricas : Die Kolonialzeit
Fotografien Costa Rica

Die Besiedlung Mittelamerikas geht vermutlich auf die Zeit um 5000 v. Chr. zurück. Costa Rica war im Vergleich mit anderen Staaten zu präkolumbischer Zeit nur dünn besiedelt.

Christoph Kolumbus segelte 1502 an der karibischen Küste Costa Ricas entlang und gab dem Land seinen heutigen Namen („reiche Küste”). Die Kolonisation durch die Spanier erfolgte jedoch viel später und ging nur langsam vor sich, da man nicht auf die erhofften Edelmetalle stieß. Auf Juan de Cavallón, der 1561 die ersten spanischen Siedler nach Costa Rica gebracht hatte, folgte im Zeitraum von 1562 bis 1565 Juan Vásquez de Coronado, der u. a. Cartago auf der Hochebene (Meseta Central) gründete, wo auch heute noch der Großteil der Bevölkerung lebt. Ab 1570 war Costa Rica Teil des Königreiches von Guatemala (in dem Neuspanien genannten Reich des Vizekönigs von Mexiko).

Durch die große Entfernung zu Guatemala und den Mangel an Reichtümern entwickelte sich Costa Rica langsam zu einer Agrarregion. Anders als in Gegenden, in denen Bodenschätze abgebaut wurden oder große Plantagen für den europäischen Markt produzierten, wurden hier kaum Sklaven benötigt. Die Agrarstruktur war von vornherein auf Selbstversorgungswirtschaft mit kleinen Betriebsgrößen angelegt. In Costa Rica lebten weniger Regierungsbeamte und Geistliche als in den großen Verwaltungs- und Produktionszentren. Das Land spielte daher nur eine untergeordnete Rolle im Königreich Guatemala. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als die nachdrückliche Unterstützung der Spanier zum Anbau von Kakao und Tabak für den Export führte, gewann die Kolonie an Bedeutung für die Verwaltung in Guatemala.

Costa Rica," Microsoft® Encarta

Juan Vásquez de Coronado
Juan Vásquez de Coronado. http://www.fuenterrebollo.com
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