Geschichte Portugals : Das Königreich Portugal unter den Burgundern
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Fotografien Portugal |
1147 eroberte Alfons I. mit Hilfe von Kreuzfahrern (siehe 2. Kreuzzug) Lissabon von den Mauren; ein Jahrhundert später brachte Alfons III. (1248-1279) schließlich noch die Algarve unter portugiesische Herrschaft. Damit hatte Portugal in seinem Gebiet die Reconquista abgeschlossen und – früher als alle anderen europäischen Staaten – seine heutigen Grenzen erreicht. 1256 verlegte Alfons III. die Hauptstadt von Coimbra nach Lissabon. Auch die innere Struktur des Landes wurde im 12./13. Jahrhundert geschaffen bzw. verfestigt: Im Norden blieb der noch auf die swebische Zeit zurückgehende bäuerliche Kleinbesitz bestehen; im wenig besiedelten Süden übertrug der König umfangreiche Ländereien an Klöster, Ritterorden und den Adel, der Großgrundbesitz dominierte hier bis weit ins 20. Jahrhundert. |
Unter Alfons’ III. Sohn Diniz (Dionysius, 1279-1325) erlebte Portugal einen unvergleichlichen Aufschwung. Diniz förderte Landwirtschaft und Handel, forcierte den Ausbau der Marine und gründete 1290 in Lissabon die erste Universität Portugals (1307 nach Coimbra verlegt). 1294 schloss er einen Handelsvertrag mit England und 1308 einen Freundschaftsvertrag – die ersten einer ganzen Reihe von Verträgen zwischen Portugal und England. 1297 einigte er sich mit Kastilien über die Grenzziehung zwischen den beiden Ländern. Diniz’ Sohn und Nachfolger Alfons IV. (1325-1357) besiegte, unterstützt von Alfons XI. von Kastilien, 1340 am Salado de Morón die Mauren und setzte damit den Versuchen der Mauren, in Portugal wieder Fuß zu fassen, endgültig ein Ende. |
Ferdinand I. (1367-1383) griff ab 1370 in die Auseinandersetzungen um den kastilischen Thron ein, musste sich jedoch nach drei Kriegen gegen Kastilien 1382 schließlich geschlagen geben. 1373 hatte er Diniz’ Vertrag mit England erneuert und so das portugiesisch-englische Bündnis verfestigt. 1382 verheiratete Ferdinand I. zur Bekräftigung des Friedens mit Kastilien seine Erbtochter Beatrix mit König Johann I. von Kastilien. Nach dem Tod Ferdinands I. 1383 – er hinterließ keinen legitimen männlichen Nachfolger – erhob sein Schwiegersohn Johann I. von Kastilien Anspruch auf den portugiesischen Thron und drang in Portugal ein. Unterstützung fand er beim portugiesischen Hochadel, der sich von ihm die Restauration seiner alten, unterdessen verlorenen Privilegien erhoffte. Auf der anderen Seite erhob sich Johann, der illegitime Sohn König Peters I. von Portugal (1357-1367) und Halbbruder Ferdinands I., der vom niederen Adel, vom Bürger- und Bauerntum favorisiert wurde. Im April 1385 wurde Johann von den portugiesischen Cortes als Johann I. (1385-1433) zum König proklamiert; im August 1385 schlug er mit englischer Hilfe die Kastilier bei Aljubarrota entscheidend, sicherte so die Unabhängigkeit Portugals und begründete die Herrschaft der Avis-Dynastie in Portugal. "Portugal" Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 |
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Ein portugiesisches Schloss. Bild E. Buchot |
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