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Geschichte von Kuba : Kuba unter Castro
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Unmittelbar nach seiner Regierungsübernahme leitete Castro die Verstaatlichung von Landwirtschaft und Industrie, auch der US-Unternehmen, ein. In der Folge wanderte ein Großteil der Oberschicht des Landes ab. 1961 wurde die Einheitspartei der sozialistischen Revolution (1965 in Kommunistische Partei Kubas, Partido Comunista de Cuba, PCC, umbenannt) gegründet; im selben Jahr erklärte Castro Kuba zum sozialistischen Staat, ausgerichtet an den Maximen des Marxismus-Leninismus, und baute ein an das Vorbild Sowjetunion angelehntes kommunistisches System auf, mit dem PCC als einziger zugelassener Partei.

Bruch mit den USA und Die Kubakrise
1960 enteignete die Castro-Regierung entschädigungslos alle amerikanischen Vermögenswerte in Kuba (schätzungsweise eine Milliarde US-Dollar). Die USA reagierten darauf mit der Verhängung einer Handelsblockade; im Januar 1961 wurden alle diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Kuba abgebrochen, und Anfang 1962 belegten die USA Kuba mit einem vollständigen politischen und wirtschaftlichen Embargo.

Am 17. April 1961 landeten etwa 1 300 konterrevolutionäre Exilkubaner, von den USA ausgebildet und unterstützt, an der kubanischen Südküste, um das Castro-Regime zu stürzen. Diese Invasion in der Schweinebucht scheiterte: 90 der Invasoren wurden getötet und 1 100 gefangen genommen. Die Gefangenen wurden 1962 von den USA für Lebensmittel und Medikamente im Gegenwert von über 50 Millionen US-Dollar freigekauft.

Das Handelsembargo, das die USA – bisher der mit Abstand wichtigste Handels- und politische Partner Kubas – verhängten, zwang Kuba zu einer forcierten wirtschaftlichen, politischen und militärischen Annäherung an die Sowjetunion. Im Sommer 1962 begann die Sowjetunion mit dem Bau von Raketenabschussrampen und der Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen auf Kuba, sowohl um Kuba vor neuerlichen Übergriffen aus den USA zu schützen als auch zum eigenen strategischen Vorteil.

Die dadurch ausgelöste Kubakrise führte die beiden Machtblöcke USA und Sowjetunion an den Rand eines Krieges, in dem auch der Einsatz von Atomwaffen nicht ausgeschlossen schien:

Am 22. Oktober 1962 forderte US-Präsident John F. Kennedy die Sowjetunion ultimativ zum Abzug ihrer Raketen aus Kuba auf und verhängte eine Seeblockade um die Insel, um weitere sowjetische Waffenlieferungen zu unterbinden. Nach langwierigen, immer wieder vom Scheitern bedrohten Verhandlungen erklärte sich der sowjetische Ministerpräsident Nikita Chruschtschow am 28. Oktober 1962 schließlich zur Demontage der Abschussrampen und zum Abzug der Raketen aus Kuba bereit. Die Kubakrise vertiefte die Kluft zwischen den USA und Kuba noch weiter, veranlasste auf der anderen Seite Kuba zu einer noch engeren Anlehnung an die Sowjetunion.

Unter Vermittlung der Schweizer Botschaft in Kuba einigten sich Kuba und die USA 1965 darauf, dass kubanische Ausreisewillige in die USA auswandern durften.

Castros Revolution

Castros Revolution

In den Jahren bis 1973, als das Auswanderungsprogramm offiziell eingestellt wurde, verließen über 260 000 Kubaner ihr Land. Die nach wie vor in Guantánamo stationierten US-Streitkräfte dagegen blieben im Land: Der kubanischen Regierung gelang es trotz nachhaltiger Bemühungen nicht, die USA zur Aufgabe ihres Marinestützpunktes in der Bucht von Guantánamo zu bewegen. Kuba," Microsoft® Encarta
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