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Kunst und Kultur in Peru
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Das indianische Erbe Perus ist eines der reichsten Südamerikas. Obwohl die Spanier ihre Sprache, Religion und Herrschaftsform nach Peru brachten, sind die Spuren der indigenen Kultur bis heute überall wahrzunehmen. So waren u. a. die Mochicakultur oder die Nazcakultur prägend. Archäologische Grabungen brachten monumentale Überreste dieser indianischen Kulturen zutage, die zum Teil bereits in der Jungsteinzeit ihre Blüte erreichten. Die Hochkultur der Inka erlebte, wie einige andere, ihren Höhepunkt erst kurz vor der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert n. Chr.

Die Architektur der spanischen Kolonialzeit, eine Mischung aus spanischen und indianischen Formen, wird als kreolische Architektur bezeichnet.

In der zeitgenössischen Kunst wird das Peru des 20. Jahrhunderts demonstrativ mit Mitteln der indianischen Kunst interpretiert. Die pentatonische (fünftonige) Tonleiter der Indianer sowie ihre alten Instrumente (Gehäuse von Meeresschnecken, Flöten, Okarinas und Panflöten) sind nach wie vor in Gebrauch.

Der Alphabetisierungsgrad konnte durch gezielten Ausbau des Schulwesens auf 91,6 Prozent erhöht werden (2005). Der Besuch öffentlicher Schulen ist unentgeltlich. Es besteht 11-jährige Schulpflicht (2002–2003); besonders in ländlichen Gebieten sind jedoch zu wenige Schulen vorhanden.

In Peru gibt es über 40 Hochschulen, davon sind mehr als die Hälfte staatlich. Zu den größten Hochschulen zählen die Staatlichen Universitäten San Marcos in Lima (1551), San Agustín in Arequipa (1828), San Antonio Abad in Cuzco (1962) und La Libertad in Trujillo (1824). Das Staatliche Musikkonservatorium (1908) befindet sich in Lima.

Die wichtigsten Bibliotheken Perus befinden sich in den größeren Städten und sind meist den Universitäten angeschlossen.

In den Museen des Landes werden peruanische Kunstwerke und archäologische Funde ausgestellt. Zu den bedeutenden Museen gehören das Kunstmuseum, das Archäologische Museum Rafael Larco Herrera, das Museum für Naturgeschichte Javier Prado und das Staatsmuseum für Anthropologie und Archäologie, die sich alle in Lima befinden. Darüber hinaus sind das Militärhistorische Museum Perus in Callao sowie die archäologischen Museen in Arequipa, Cuzco, Huáncayo und Trujillo bekannt.

Peruanischer Stoff
Peruanischer Stoff. Encarta
Landesweit erscheinen 73 Tageszeitungen (2004). Hohe Auflagen erreichen El Comercio, Expreso, Ojo und La República, die alle in Lima verlegt werden. Kennzeichnend für das Pressewesen ist außerdem die Vielzahl regionaler Zeitungen, die nur eine kleine Auflage erreichen, aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet wurden. Zu der 1937 gegründeten staatlichen Hörfunkgesellschaft Radio Nacional de Peru kamen private Sender hinzu. 1958 konnten erstmals Fernsehprogramme eines staatlichen und eines privaten Senders empfangen werden. Auch hier erweiterte sich die Zahl der Privatsender. Peru," Microsoft® Encarta
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