Die Kultur in Schweden
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Fotografien Schwedens |
Die Institutionalisierung der höheren Bildung geht auf das späte 15. Jahrhundert zurück, als 1477 die erste schwedische Universität in Uppsala gegründet wurde. Andere international renommierte schwedische Universitäten entstanden in Lund (gegründet 1666), Stockholm (gegründet 1877) und Göteborg (gegründet 1891). Darüber hinaus gibt es die Technische Hochschule (gegründet 1827), die Handelshochschule (gegründet 1909) und die Medizinische Hochschule, das Karolinska Medikokirurgiska Institutet (gegründet 1810). Schweden hat insgesamt mehr als 30 Einrichtungen der höheren Bildung, an denen mehr als 340 000 Studenten eingeschrieben sind. Mit der Hochschulreform von 1977 wurde das Bildungssystem stärker vereinheitlicht. Es gibt ein umfangreiches Angebot für die Erwachsenenbildung, wobei jedem Berufstätigen gesetzlich fünf Tage Bildungsurlaub zustehen, vertraglich oftmals sogar noch mehr. Neben Abendgymnasien und elf zum Teil politisch oder kirchlich angebundenen Bildungsstätten bieten in Schweden etwa 130 Volkshochschulen ihre Programme an. |
Seit 1842 ist der Unterricht in Schweden gebührenfrei; auch Lehr- und Lernmittel werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Die allgemeine Schulpflicht beträgt 10 Jahre (2001–2002). Mit den Gesetzen von 1950 und 1962 wurden in allen Teilen Schwedens grundlegende Änderungen im Bildungssystem durchgeführt. Das Schulsystem basiert auf einem Gesamtschulkonzept (Gymnasialschule) mit eingeschlossener Berufsausbildung und ist in eine Unter-, Mittel- und Oberstufe unterteilt, wobei die Primarstufe die Klassen eins bis sechs umfasst (Mittelstufe Klasse sieben bis neun, Oberstufe Klasse zehn bis zwölf; bei technischem Schwerpunkt wird eine 13. Klasse angeschlossen). In der Primarstufe wird bereits Englisch unterrichtet; ausländische Kinder müssen auf Wunsch in ihrer Heimatsprache unterrichtet werden. |
Innerhalb der Gymnasialschule stehen sechs Studiengebiete und 28 Studiengänge zur Verfügung. Der Alphabetisierungsgrad Schwedens liegt bei 99 Prozent (1995). |
Besondere Bedeutung für die internationale Forschungs- und Kulturförderung kommt dem schwedischen Chemiker, Ingenieur und Industriellen Alfred Nobel zu, dem Stifter der Nobelpreise. Vier der fünf Auszeichnungen, die seinen Namen tragen und deren Finanzierung durch die Nobelstiftung erfolgt, werden von schwedischen Institutionen vergeben. Die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften verleiht die Nobelpreise für Physik und Chemie, das Karolinska Medikokirurgiska Institutet den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin und die Schwedische Akademie den Nobelpreis für Literatur; der Friedensnobelpreis wird von einem Ausschuss des norwegischen Parlaments vergeben. 1968 stiftete die Schwedische Reichsbank einen sechsten Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, der ebenfalls von der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften verliehen wird. "Schweden," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 |
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Die schwedische Architektur. Bild E. Buchot |
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