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Kunst in England und in London
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Fotografien Königreich Großbritannien |
Dank des reichen kulturellen Erbes konnte die wachsende Tourismusbranche in Großbritannien gerade im Bereich der vielen vom wirtschaftlichen Niedergang betroffenen Regionen und Bereichen einen neuen Weg weisen; so wurden seit den achtziger Jahren mehr und mehr „lebende” Museen gegründet, in denen die ländliche und industrielle Vergangenheit des Landes anschaulich dargestellt wird. Dieser explosionsartig angewachsene Zweig der Tourismusindustrie trägt im Englischen die Bezeichnung British heritage (britisches Erbe). Jedes Jahr werden auf diese Weise fast 20 Millionen Menschen ins Land gelockt. Encarta |
Kunst in England |
Die meisten Theater, Orchester und Galerien finden sich in London. Aber auch Schottland, Wales und Nordirland sowie die Regionen Englands verfügen über ein lebendiges kulturelles Erbe. Früheste Zeugnisse der englischen Kunst und Architektur haben sich im Bereich der Ornamentkunst erhalten, die sich häufig von skandinavischen Holzschnitzereien beeinflusst zeigt. Die Malerei beschränkte sich nach der Christianisierung des Landes zunächst hauptsächlich auf die Buchillustration. Nordirland hatte zu dieser Zeit erheblichen Anteil an der Blüte der keltischen Kunst. Vom bildhauerischen Können der Zeit zeugen vor allem die Steinkreuze aus Northumbria und dem Südwesten Schottlands. Vom 12. bis zum 16. Jahrhundert entstanden die romanischen und gotischen Kathedralen Englands als herausragende Kunstwerke ihrer Zeit. Im 17. und 18. |
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Jahrhundert führten Architekten wie Inigo Jones und Sir Christopher Wren die Renaissance- und Barockarchitektur in England ein. Die bildende Kunst des Vereinigten Königreiches war wie die Architektur stark von den Entwicklungen auf dem europäischen Festland beeinflusst. So wurden die herausragendsten Gemälde Englands vor dem 18. Jahrhundert von Ausländern wie dem deutschen Maler Hans Holbein dem Jüngeren oder dem flämischen Maler Sir Anthonis van Dyck geschaffen. Im 18. Jahrhundert bildete sich allmählich ein eigenständiger britischer Stil heraus, der sich vor allem in den Werken der Porträtmaler William Hogarth, Sir Joshua Reynolds, Thomas Gainsborough und George Romney in England sowie Sir Henry Raeburn in Schottland manifestierte. Gainsborough leistete ebenso wie John Crome oder Richard Wilson Wegbereitendes im Bereich der Landschaftsmalerei, die in der Folge für die britische Malerei typisch werden sollte. Spezifisch englische Stilrichtungen entstanden im 18. Jahrhundert aber auch im Bereich der Möbel- und Porzellanmanufakturen, namentlich bei Thomas Chippendale, Thomas Sheraton und Josiah Wedgwood. Zur selben Zeit etablierte Capability Brown einen naturalistischen Stil in der Landschaftsgärtnerei, der als English style in ganz Europa nachgeahmt wurde. Encarta |