Die Kultur und die Kunst in Irland
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Fotografien Irland |
Irland blickt auf eine lange eigenständige kulturelle Entwicklung zurück. Eine Schulpflicht besteht für 10 Jahre. Dabei erhalten auch Privatschulen, wie Schulen in kirchlicher Trägerschaft, finanzielle Unterstützung. Für ihre weitere Bildung können Schüler zwischen vier verschiedenen Typen von Schulen wählen. In Irland gibt es zwei Universitäten, von denen die bekannteste die Universität von Dublin mit dem Trinity College ist (1592 gegründet). Zweite Universität ist die seit 1908 bestehende National University of Ireland. |
Dublin ist das kulturelle Zentrum Irlands. Die größte öffentliche Bücherei ist mit etwa 500 000 Bänden die National Library of Ireland. Die Bibliothek des Trinity College umfasst sogar 2,8 Millionen Bände. Ein viel besuchtes Museum ist die National Gallery of Ireland. Bekannte Theater sind das von William Butler Yeats gegründete Abbey Theatre und das Gale Theatre, die beide in der irischen Hauptstadt liegen. Zu den ältesten irischen Kulturdenkmälern gehören die Megalithgräber aus der Steinzeit. Aus der Bronzezeit sind Steinkreise und einzeln stehende Steine erhalten, aus der Eisenzeit von einem Wall umgebene Schutzbauten. Aus dieser Periode stammt auch die Ogham-Schrift. |
Unbeeinflusst von römischer Kunst konnten sich in Irland eigenständige Kunststile, z. B. bei der Metallbearbeitung, entwickeln. Seit dem 6. Jahrhundert traten zu den keltischen Elementen germanische und bis zum Ende des 7. Jahrhunderts auch christliche. In der Buchmalerei entstanden in dieser Zeit die beiden Hauptwerke: das Book of Durrow (Mitte des 7. Jahrhunderts) und das Book of Kells (Anfang des 9. Jahrhunderts). Unter der englischen Herrschaft wurde das künstlerische Schaffen weitgehend unterdrückt |
In der Entwicklung der irischen Literatur lassen sich vier Epochen unterscheiden. In der frühen Epoche zwischen 600 und 1200 n. Chr. entstanden die Heldensagen wie z. B. Red Branch Cycle und Mythological Cycle. Die Literatur der mittleren Epoche (1200-1650) umfasst neben der Bardendichtung zum Ruhm des Königs auch eine Prosadichtung, die dem vierten irischen Sagenzyklus zuzurechnen ist. In der späten Epoche (1650-1850) wurde eine eigenständige irische Dichtung durch die englischen Eroberer unterdrückt (siehe keltische Literatur). Zu den Autoren, die seit dem 17. Jahrhundert über Irland hinaus bekannt wurden, gehören u. a. Jonathan Swift, Oliver Goldsmith, George Bernard Shaw, James Joyce, Oscar Wilde und Brendan Behan. Bereits im frühen Mittelalter erreichte die irische Musik ihre Blütezeit; das Liedgut wurde von Minnesängern gepflegt. Zu den beliebtesten Instrumenten in Irland gehören Harfe (die seit dem 17. Jahrhundert im Wappen dargestellt wird), Fidel, Dudelsack und Flöte. In dieser Zeit entwickelten sich Volkstänze wie Jig, Reel und Hornpipe. Alte irische Sportarten sind gälischer Fußball (eine Mischung aus Rugby und Fußball), Hurling (ein dem Feldhockey ähnliches Schlagballspiel) und Camogie (Frauen-Hurling). Die sportlichen Höhepunkte des Jahres sind Rugbyspiele der Nationalmannschaft im Lansdowne-Road-Stadion in Dublin. |
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Ein irischer Musiker . Bild E. Buchot |
"Irland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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