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Kunst und Kultur in Libanon
Fotografien Libanon

Seine geographische Lage an der Nahtstelle zwischen Afrika, Asien und Europa hatte den Libanon, besonders seine Hauptstadt Beirut, zu einem weltoffenen Handels- und Kulturzentrum werden lassen. In die libanesische Kultur flossen phönizische, griechische, römische, frühchristliche, arabische und türkische Elemente ein.

Aufgrund der engen politischen und kulturellen Verflechtungen mit Frankreich wurde libanesische Literatur meist in Französisch verfasst und orientierte sich an den dortigen literarischen Strömungen. Die kosmopolitische Orientierung des Libanon hat während der Bürgerkriegskonflikte (1975-1991) schwere Schäden genommen. Seitdem bemüht sich das Land mit Erfolg, sein kulturelles Leben wiederzubeleben.

Die Analphabetenquote lag 1998 für Männer bei 9 Prozent, für Frauen bei 21 Prozent. Über 70 000 Studenten studieren an 20 Universitäten und Hochschulen, mehr als die Hälfte davon an der staatlichen Université Libanaise. Die anderen Universitäten sind in privater Hand. Die verbreitetsten Fremdsprachen sind Französisch und Englisch.

In Beirut bietet ein Goethe-Institut Veranstaltungen an. Mehrere Kulturdenkmäler im Libanon wurden in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen: die Ruinen der Omaijadenstadt Anjar, die Ruinen von Baalbek, Byblos und Tyros sowie das Heilige Tal Wadi Qadisha mit dem Wald der Libanonzedern Horsh Arz el Rab.

Stadt Libanons
Stadt Libanons. Encarta
Libanon erfreut sich – von einzelnen Repressalien gegen kritische Journalisten abgesehen – einer relativ weitreichenden Pressefreiheit. 15 Tageszeitungen erscheinen mit einer Gesamtauflagenzahl von mehr als 400 000. Neben mehreren Radiosendern gibt es 15 Fernsehstationen. 2000 wurden 227 500 Internetnutzer gezählt, die über 22 Provider Zugänge fanden. "Libanon," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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