Kunst und Museum in Australien
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Fotografien Australien |
Die Einrichtung von Bibliotheken nach dem 2. Weltkrieg wurde durch staatliche Subventionszahlungen an örtliche Behörden erleichtert und unterstützt. Die National Library of Australia in Canberra dient als Staatsbibliothek, Bibliothek des Bundesparlaments und als Nationalbibliothek und Magazin für urheberrechtliche Werke. In den frühen neunziger Jahren überstieg das Bestandsvolumen bereits 4,5 Millionen Bände. Die Bibliothek besitzt umfangreiche Sammlungen von allgemeinen und speziell auf Australien bezogenen Forschungsunterlagen und vermittelt den Abteilungen der Staatsregierung auch bibliographische Angaben und Referenzen. Die State Library of New South Wales (Gründungsjahr 1826) ist die älteste und größte der öffentlichen, staatlich geführten Bibliotheken. Die State Library of Victoria (1854) enthält Sammlungen mit Werken über Malerei, Musik und die darstellenden Künste. Alle Staaten verfügen über öffentliche Bibliotheken, die im Endeffekt als staatliche Referenzbibliotheken dienen. Am internationalen Standard gemessen, werden die ländlichen Gegenden ebenfalls relativ gut versorgt, was auf die völlig abgelegenen Bereiche jedoch nicht zutrifft. |
Infolge einer Wirtschaftsrezession, die in den späten achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts einsetzte, kam es jedoch zu Kürzungen der staatlichen Ausgaben, die die Einschränkung der Versorgung von vielen ländlichen Gegenden nach sich zogen. |
Jeder Bundesstaat wird durch eine Bibliothek versorgt, und in den verschiedenen Universitätsbibliotheken werden bedeutende Forschungssammlungen aufbewahrt. Die wichtigsten wissenschaftlichen Bibliotheken unterstehen derCommonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO). Industriekonzerne und die nationalen und bundesstaatlichen Regierungsabteilungen besitzen wichtige Fachbibliotheken. Australien besitzt eine Vielzahl von Museen. Das Australische Museum (Gründungsjahr 1827) in Sydney beherbergt bekannte naturhistorische und anthropologische Sammlungen. Das nationale Marinemuseum (1991) befindet sich ebenfalls in Sydney. |
Die Kunstsammlung der National Gallery of Victoria (1859) in Melbourne zeigt hervorragende Werke der europäischen und australischen Malerei, ebenso wie die Art Gallery of New South Wales (1874) in Sydney, die Art Gallery of Queensland (1895) in Brisbane, die Art Gallery of South Australia (1881) in Adelaide und die Art Gallery of Western Australia (1895) in Perth. |
Ebenfalls erwähnenswert sind das Museum of Applied Arts and Sciences (1880), das sich auf Wissenschaft und angewandte Kunst spezialisiert hat, und das Nicholson Museum of Antiquities (1860), ein Antiquitätenmuseum. Beide befinden sich in Sydney. Bedeutende Museen sind außerdem das Herbarium von Queensland (1874), das Tasmanien Museum und die ihm angeschlossene Kunstgalerie (1852) in Hobart, das Museum of Victoria in Melbourne, dem das ehemalige National Museum of Victoria (1854) angegliedert wurde, und das wissenschaftlich orientierte Science Museum of Victoria (1870). Die bekannten Botanischen Gärten von Melbourne beherbergen das Nationalherbarium, ein Forschungszentrum mit Exemplaren und Dokumenten, die teilweise aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen. |
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Universität von Sydney. Encarta |
Die Australian National Gallery wurde 1982 in Canberra eröffnet, und die australische Hauptstadt wird außerdem in Zukunft ein neues Nationalmuseum besitzen, das voraussichtlich 2001 fertig gestellt wird. |
Die australische Kunst |
Die Aborigines besitzen eine reiche literarische Tradition, die auf mündlich überlieferten Texten beruht. Diese umfasst nicht nur mythologische und kultgebundene, sondern auch weltliche Erzählungen sowie einige vermutlich geschichtlich fundierte Überlieferungen. Sie kursierten in unterschiedlichen Versionen, die in der Regel vom Erzähler und der jeweiligen Erzählsituation abhängig waren. Die Kunst der Aborigines hatte vor allem kultische und rituelle Bedeutung. Sand-, Gesteins- und Höhlenmalereien sowie Schnitzarbeiten und Gravuren in Holz oder andere Werkstoffe waren weit verbreitet. Ockerfarbene Rindenmalereien wurden vorwiegend im Norden in Arnhemland angefertigt. Der Kunststil des westlichen Landesteiles von Arnhemland war besonders naturgetreu, wobei die figürlichen Darstellungen |
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Papunya-Bild. Encarta |
häufig vor einem leeren Hintergrund abgebildet wurden. Darüber hinaus wurden weitere Formen des künstlerischen Ausdrucks, wie die Körpermalerei und andere Körperverzierungen, gepflegt, wobei die rituellen Körpermalereien in Zentralaustralien als besonders kunstvoll gelten. |
Erst in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts gelang es der ersten Generation der weißen australischen Künstler, sich von der europäischen Malerei zu lösen. Zu den bedeutenden Vertretern dieser Zeit gehören Tom Roberts, Frederick McCubbin und Sir Arthur Streeton, der einer nationalen Spielart des Impressionismus verpflichtet war. Ab den frühen vierziger Jahren dann war eine Hinwendung zur Moderne spürbar. Unter den führenden Malern des 20. Jahrhunderts ist besonders Sir William Dobell erwähnenswert, der für seine Porträts bekannt ist, ferner Sir George Russell Drysdale, der sich durch Darstellungen der Bewohner Inneraustraliens einen Namen machte, und Frederick Ronald Williams, dessen Landschaftsgemälde und Seedarstellungen vor allem wegen des einzigartigen Lichtspieles berühmt wurden. Sir Sidney Nolan, der sich von der australischen Geschichte und Folklore beeinflusst zeigt, erlangte ebenso wie Arthur Boyd Weltruhm. "Australien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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