Geschichte Guatemalas : Langer Weg zur Demokratie
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Fotografien Guatemala |
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Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vom November 1985 gewannen die Christdemokraten; im Januar 1986 trat unter einer neuen Verfassung Marco Vinicio Cerezo Arévalo als erster ziviler Präsident nach 15 Jahren Militärregime sein Amt an. Cerezo gelang es jedoch nicht, den Bürgerkrieg zu beenden; ebenso wenig konnte er den zunehmenden Drogenhandel eindämmen oder die ständigen Menschenrechtsverletzungen unterbinden. Präsident Jorge Serrano Elías (1991-1993), ein konservativer rechtsgerichteter Geschäftsmann, Protestant und enger Verbündeter Ríos Montts, versuchte ebenfalls, den Bürgerkrieg beizulegen, und nahm Gespräche mit der URNG auf; auch er hatte keinen nachhaltigen Erfolg. |
1992 wurde Rigoberta Menchú, eine Quiché, die 1981 vor staatlicher Verfolgung nach Mexiko geflohen war, für ihr Engagement für die indigene Bevölkerung Guatemalas mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, was das Land und insbesondere die Lage der indigenen Bevölkerungsmehrheit in das Blickfeld der Weltöffentlichkeit rückte. Nach dem erzwungenen Rücktritt Serranos setzte die Nationalversammlung 1993 Ramiro de León Carpio als Interimspräsidenten bis zum Ende der offiziellen Legislaturperiode im Januar 1996 ein. |
Im Januar 1994 wurde per Referendum eine Verfassungsreform verabschiedet, durch die u. a. die Amtszeit des Präsidenten und die Legislaturperiode auf vier Jahre verkürzt wurden. Ebenfalls im Januar 1994 beschlossen Regierung und URNG die Wiederaufnahme der 1993 unterbrochenen, unter der Vermittlung der Vereinten Nationen (UN) stattfindenden Friedensgespräche zur Beendigung des Bürgerkriegs, und im Juni 1994 stimmte die Regierung nach langem Zögern der Einrichtung einer „Wahrheitskommission” zu, die die während des Bürgerkriegs begangenen Menschenrechtsverletzungen aufklären sollte. Im Juni 1994 wurde auch ein erstes Abkommen zwischen Regierung und Rebellen unterzeichnet, das die Rückführung von Bürgerkriegsflüchtlingen und Vertriebenen regelte. |
Aus den Parlamentswahlen vom August 1994 ging Ríos Montts rechtsgerichtete Partei Frente Republicano Guatemalteco (FRG) als stärkste Kraft hervor; eine Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen im November 1995 wurde Ríos Montt jedoch untersagt, da die Verfassung die Kandidatur von Putschisten ausschloss. Im März 1995 kam ein weiteres Abkommen zwischen Regierung und URNG zustande, und zwar ein Abkommen über die Rechte der Ureinwohner, das u. a. die Identität der indigenen Bevölkerung Guatemalas anerkannte und die Gleichberechtigung der Indigenen garantierte. Im September 1995 folgte der Abschluss eines befristeten Waffenstillstands zwischen Regierung und URNG. Bei den Parlamentswahlen im November 1995 gewann der konservate Partido de Avanzada Nacional (PAN) die absolute Mehrheit der Mandate, der FRG wurde zweitstärkste Partei; die Präsidentschaftswahlen gewann in der Stichwahl im Januar 1996 der Kandidat des PAN, Alvaro Arzú Irigoyen. "Guatemala" Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 |
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Rigoberta Menchú |
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