Geschichte der Philippinen : Das Marcos-Regime
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Fotografien Philippinen |
Das rasche Wirtschaftswachstum führte während Marcos’ erster Amtsperiode zu größerem Wohlstand, und so wurde er 1969 ohne Schwierigkeiten wieder gewählt. Seine zweite Amtsperiode war jedoch von Unruhen erschüttert, die teilweise auf seine Unterstützung der amerikanischen Vietnampolitik zurückzuführen sind. Anfang der siebziger Jahre begannen zwei unterschiedliche Bewegungen, die kommunistische New People’s Army und die Nationale Befreiungsfront der Moro, eine separatistische Bewegung der im Süden des Landes lebenden Muslime, einen Guerillakrieg gegen die Regierung. |
Auf die zunehmenden sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen reagierte Marcos 1972 mit der Verhängung des Kriegsrechtes. Daraufhin wurde das Parlament aufgelöst, die Führer der Opposition verhaftet, eine strenge Zensur eingeführt, und Marcos regierte per Dekret (Regierungserlass) mit unbeschränkten Machtbefugnissen. Im Januar 1973 wurde eine neue Verfassung verkündet, aber die in ihr enthaltenen Übergangsbestimmungen gaben Marcos weiterhin umfassende Vollmachten. Wahlen wurden auf unbestimmte Zeit vertagt. In den Jahren 1977 und 1978 entspannte sich die Lage etwas, aber der Widerstand der Bevölkerung und des Klerus wuchs. 1980 schlossen sich mehrere Gruppen der Opposition zusammen, um die Aufhebung des Kriegsrechtes zu fordern, und städtische Guerillagruppen verübten in Manila eine Reihe von Bombenanschlägen. |
1981 hob Präsident Marcos das Kriegsrecht auf. Bei den Präsidentschaftswahlen im Juni wurde er für weitere sechs Jahre gewählt. Die Opposition gegen seine Regierung wurde jedoch ständig größer. Nach dem Mord an Oppositionsführer Benigno Aquino 1983 wurde das Militär eines Mordkomplotts beschuldigt, alle Angeklagten wurden jedoch später freigesprochen. Im Februar 1986 wurden erneut Wahlen angesetzt, seine Hauptgegnerin war Aquinos Witwe Corazon. Berichte, nach denen Marcos durch Wahlbetrug gewonnen hätte, entfachten einen derartigen Widerstand, dass er aus dem Land fliehen musste und sich vorübergehend auf Hawaii niederließ. Berichten zufolge hatte er auch eine große Menge von Staatsgeldern auf ausländische Konten transferiert. Philippinen," Microsoft® Encarta |
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Ferdinand Marcos |
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