Nordkorea seit 2000
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Fotografien Nordkorea |
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Einen zwischenzeitlichen Rückschritt für die Annäherung beider Staaten bedeuteten im Juni 2002 die Seegefechte im Gelben Meer an der umstrittenen Grenzlinie zwischen Nord- und Südkorea. Aber bereits einen Monat später wurde der unterbrochene Dialog wieder aufgenommen und die erste offizielle Luftverkehrsstraße zwischen beiden Ländern eröffnet. Im September begannen die Bauarbeiten für eine geplante grenzüberschreitende Bahn- und Straßenverbindung. Im Juni 2004 folgten bilaterale Vereinbarungen über Maßnahmen zum Abbau militärischer Spannungen, darunter die Einrichtung eines „heißen Drahtes” zwischen den Seestreitkräften, um Zwischenfälle wie zwei Jahre zuvor zu vermeiden, sowie die Beendigung des Propagandakrieges an der innerkoreanischen Grenze. |
Für internationales Aufsehen sorgte die im Oktober 2002 abgegebene Erklärung der nordkoreanischen Regierung, dass das Land unter Missachtung bestehender Abkommen an der Entwicklung von Atomwaffen arbeite. |
Auf die Forderung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach Offenlegung des geheimen Kernwaffenprogramms reagierte Nordkorea mit der Ausweisung der IAEA-Inspektoren, die gemäß einem 1994 zwischen Nordkorea und den USA geschlossenen Abkommen eine Atomanlage nördlich der Hauptstadt kontrollierten. Das Verhältnis zu den USA war, seit US-Präsident George W. Bush Nordkorea in die „Achse des Bösen” bzw. die „Schurkenstaaten” eingereiht hatte, bereits angespannt; nun verschärfte sich die Lage durch die Kündigung des Atomwaffensperrvertrags durch Nordkorea im Januar 2003 und Raketentests im Japanischen Meer. Es folgten militärische Drohgebärden Nordkoreas gegenüber den USA und umgekehrt, die jedoch bald durch konziliantere Töne abgelöst wurden. |
Im April 2003 fand ein erstes Treffen zwischen Vertretern Nordkoreas und der USA in Peking statt, das allerdings ergebnislos abgebrochen wurde. Nach einer Phase, in der Drohungen und Anzeichen für Gesprächsbereitschaft einander abwechselten, erklärte sich Nordkorea Anfang August 2003 schließlich zu multilateralen Verhandlungen über sein Atomprogramm bereit; neben Nordkorea und den USA sollten sich Südkorea, China, Russland und Japan an den Gesprächen beteiligen. |
Die erste Verhandlungsrunde der sechs Staaten fand Ende August 2003 in Peking statt und endete ergebnislos. Es folgten 2004 zwei weitere, ebenfalls ergebnislose Verhandlungsrunden, während deren Nordkorea seinen zwischen Drohungen, Forderungen und Konzilianz schwankenden Kurs fortsetzte. Im Januar 2005 gab Nordkorea öffentlich zu, dass es über Atomwaffen verfüge, und setzte zugleich seine Teilnahme an den Verhandlungen für unbestimmte Zeit aus. Zwar war bereits vermutet worden, dass Nordkorea im Besitz von Atomwaffen sei; das offene Eingeständnis Nordkoreas sorgte dennoch international für einige Aufregung. Nordkorea erklärte, es habe die Atomwaffen nur zur Selbstverteidigung produziert, und zwar als Antwort auf die Politik der US-Regierung unter George W. Bush, die darauf abziele, Nordkorea „zu isolieren und zu ersticken”. In der Folgezeit blieben die Fronten unverändert, und über vereinzelte, jeweils ergebnislose Gespräche über die Wiederaufnahme der Verhandlungen kam man nicht hinaus. Die Spannungen um das nordkoreanische Atomprogramm verschärften sich erheblich, als Nordkorea im Juli 2006 eine Reihe von Raketen testete, die prinzipiell auch Nuklearsprengköpfe tragen könnten. Und vollends eskalierte der Konflikt, als Nordkorea im Oktober 2006 erstmals einen Atombombentest unternahm, den sogar China, das bisher noch am ehesten für Nordkorea Partei ergriff, scharf verurteilte. |
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Prasident von Nordkorea |
In Reaktion darauf verhängte der UN-Sicherheitsrat in der Resolution 1718 vom 14. Oktober eine Reihe von Handels- und Waffensanktionen, verzichtete aber – auf Betreiben Russlands und Chinas – auf militärische Drohungen. Während offensichtlich große Summen in Militär- und Nukleartechnik investiert wurden, drohte nach relativ guten Ernten 2004 und 2005, in deren Folge die Führung die internationalen Organisationen aufgefordert hatte, ihre Hilfen einzustellen, 2006/07 erneut eine schwere Hungersnot. |
Im Oktober 2006 erklärte sich Nordkorea bereit, die Sechs-Länder-Verhandlungen ohne Vorbedingungen wieder aufzunehmen. Von den darauf folgenden Verhandlungsrunden endete die zweite am 13. Februar 2007 mit einem Kompromissabkommen, in dem sich Nordkorea dazu verpflichtete, sein Atomprogramm schrittweise aufzugeben; im Gegenzug sollte das Land Energielieferungen erhalten (darunter eine Million Tonnen Erdöl), blockierte Finanzen sollten freigegeben, die Sanktionen sowie die internationale Isolation aufgehoben werden, und die USA sollten Nordkorea von der Liste der „Schurkenstaaten” streichen. Außerdem sollten Nord- und Südkorea Verhandlungen über einen endgültigen Friedensvertrag aufnehmen. Später als vereinbart legte Nordkorea – von der IAEA bestätigt – im Juli 2007 tatsächlich seine fünf bekannten Atomanlagen, darunter den Reaktor in Yongbyon, still, sagte darüber hinaus zu, sein gesamtes ziviles und militärisches Atomprogramm offenzulegen und bis zum Jahresende einzustellen. Vom 2. bis zum 4. Oktober 2007 fand in Pjöngjang ein zweites nord-südkoreanisches Gipfeltreffen (nach 2000) statt, das mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung durch Kim Jong Il und den südkoreanischen Staatspräsidenten Roh Moo-hyun endete. Darin verpflichteten sich beide Seiten zu einer engeren Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, vor allem bekundeten sie die Absicht, das Waffenstillstandsabkommen von 1953 durch einen Friedensvertrag zu ersetzen. Außerdem sollten u. a. die Wirtschaftsbeziehungen verbessert und die während des ersten Gipfeltreffens initiierten Familienzusammenführungen intensiviert werden. Nordkorea," Microsoft® Encarta |
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